Handball-Landesliga: Eitra/Oberhaun erwartet HSG Baunatal am Obersberg

Tabellenführer ist zu Gast

Mit vereinten Kräften gestoppt: Die Eitraer Jens Rüger (Mitte links) und Boze Balic (rechts) nehmen im HInspiel Baunatals Tobias Oschmann in die Zange. Ganz links Marco Naumann. Foto: Malmus/Ar

Eitra. Theoretisch weiß Hans-Joachim Ursinus schon, wie die Tormaschine der HSG Baunatal aufzuhalten wäre: „Unbedingt deren Tempogegenstöße unterbinden!“ Der Haken: Meist enden Spiele mit Baunataler Beteiligung in dieser Saison der Handball-Landesliga mit deutlichen Siegen der VW-Städter – siehe Hintergrund. Nur einen Zähler gab der Tabellenführer bislang ab. Spielbeginn am Samstag in der Bad Hersfelder Obersberghalle ist um 18.30 Uhr.

Ursinus, ganz Realist, gibt daher auch als erste Parole aus: „Auf keinen Fall untergehen.“ Und: „Abgeschenkt wird kein Spiel!“ Die Moral seiner Mannschaft, das weiß er, ist intakt – auch nach dem 34:35 in der Vorwoche gegen die HSG Zwehren/Kassel. Dieses Spiel freilich ärgert den Coach. „Zum wiederholten Mal haben wir eine Partie mit einem Tor verloren – nicht, weil wir schlechter waren. Wir waren zwei Drittel des Spiels die bessere Mannschaft.“ Aber dann, in der Schlussphase, verließen seine Mannschaft die Kräfte. Keine Alternativen auf der Bank, nennt Ursinus als Grund. „Wechsle ich durch, wenn wir führen, geht der Spielfluss verloren, und viele verstehen nicht, warum ich das scheinbar ohne Not tue“, erklärt er. „Aber lasse ich alle Leistungsträger durchspielen, fehlt auch denen irgendwann zum Schluss die Kraft.“ Und an dieser Stelle vergleicht er dann doch seine HSG mit der des Tabellenführers. „Baunatal ist auf fast allen Positionen doppelt besetzt, hat eine starke Zweite, eine starke Jugend. Die können 60 Minuten extremes Tempo gehen, selbst nach Gegentoren geht es bedingungslos durch die schnelle Mitte nach vorn. „Eine Klasse für sich“ seien die Baunataler in der Landesliga.

Noch immer sind Kevin Houston und Matthias Kienast krank; letzterer wäre, wenn er denn doch spielen könnte, aber womöglich auch beruflich verhindert.

Einen guten Eindruck hat Ursinus von Matthias Lotz gewonnen, der vor Kurzem aus Schenklengsfeld nach Eitra kam, allerdings gegen Baunatal noch nicht spielberechtigt ist. Der Coach mahnt in diesem Zusammenhang an: „Wir müssen uns auch schon Gedanken über den Kader für die nächste Saison machen.“

Von Rainer Henkel

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