Fußball-Verbandsligist Steinbach baut auf die Hersfelder 

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Leistungsträger nach Verletzungen: Sie spielen wieder beim Fußball-Verbandsligisten SV Steinbach, von links Daniel Heinrich, Dominik Hanslik, Lukas Gemming, Jan Ullrich und Fabian Koch. Pascal Manß befindet sich noch in Behandlung.

Steinbach. Sie haben Fuß gefasst: Die aus dem Raum Hersfeld stammenden Spieler im Team des Fußball-Verbandsligisten SV Steinbach sind schon früh Leistungsträger geworden.

Das schlägt sich auch in der Tabelle nieder. Das Burghauner Team behauptet sich in der Spitzengruppe, ist derzeit punktgleich mit dem Spitzenreiter Neuhof Zweiter und will im Kampf um die Titelvergabe oder Platz zwei wieder eine gewichtige Rolle spielen.

Jürgen Wiegand aus dem Führungsteam ist froh, dass die „jungen Wilden“, die zum Teil erst zu Beginn dieser Saison nach Steinbach gekommen sind, so gut eingeschlagen haben. „Sie zeigen mehr, als wir je erhofft haben“, sagt der Steinbacher Verantwortliche. „Es macht riesig Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“ Und das, obwohl fast alle in der Hinserie Probleme mit Verletzungen hatten, die sie zum Teil auskuriert haben. Zum Beispiel Lukas Gemming. Der aus Neukirchen stammende Außenverteidiger verletzte sich vor rund zweieinhalb Monaten im Heimspiel gegen Neuhof am Kreuz- und Innenband. Doch nach einer Operation in Wetzlar und nach einem intensiven Reha-Training gab er vor kurzem sein Comeback. Und schoss im Spiel am Wochenende in Weidenhausen beim 3:1 den dritten, entscheidenden Treffer in der Nachspielzeit, nachdem er zuvor als Joker für Jan Ullricheingewechselt worden war.

Auch Markus Schaub ist wieder beim SVS dabei.

Der aus Beiershausen stammende Torjäger, der zuvor für Aulatal und die SG Niederaula stürmte, hatte schon zu Beginn der Saison eine Sprunggelenkverletzung. Doch die ist längst überstanden. Mit sechs Treffern ist er nach Petr Kvaca der zweitbeste Stürmer am Steinbacher Mühlengrund. Auch Kvaca war zuletzt wegen einer Knöchelverletzung stark eingeschränkt.

Fast sechs Wochen war Dominik Hanslik wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel gehandicapt. „Ich wollte zwischendurch wieder anfangen, aber das war ein Fehler“, sagt der Unterhauner. Ruhe – und die Behandlung durch einen Physiotherapeuten nach dem Training halfen, sodass er sein Comeback geben konnte. Nach einer weiteren Erkältung ist der 19-jährige Stürmer, der oft an seinem drei Jahre älteren Bruder, dem Wolfsburger Daniel Hanslik gemessen wird, wieder dabei. „Der Vergleich mit Daniel hat mich erst ein bisschen geärgert. Mittlerweile treibt mich das aber an und motiviert mich voll“, sagt er.

In der 76. Minute wurde Hanslik gegen Markus Schaubausgewechselt. Der Mittelfeldspieler hatte eine längere Pause wegen einer Knöchelverletzung hinter sich und gab vor kurzem in der Reserve gegen Dittlofrod sein Comeback.

Einige Wochen gehandicapt war auch der von Hohe Luft gekommene KeeperDaniel Heinrich, der sich im Training eine Fraktur des Nasenbeins zuzog. Jetzt sitzt er wieder auf der Reservebank, derzeit muss er allerdings noch eine Maske tragen.

Fabian Koch hat eine Oberschenkelzerrung hinter sich, die anscheinend durch Überbelastung zustande kam. „Es war eine Verhärtung, aber die hat sich mittlerweile geklärt“, sagt Wiegand. Noch in der Reha sind die beiden Ex-Aulataler Max Schäfer, der sich nach einer Schambeinentzündung einer Operation unterziehen musste und Pascal Manß, der wegen derselben Verletzung behandelt wurde. Wiegand hofft, dass beide nach der Winterpause wieder angreifen können. Zur „Hersfelder Fraktion“ gehört auch Tom Wiegand, der sich derzeit derzeit zu einem Auslandssemester in den USA befindet und in der Rückserie wieder dabei ist.

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