VOR ORT: Golfclub Oberaula will Foot-Golf als neue Sportart etablieren

Startschuss mit Bein und Da Costa

Erster Abschlag: Fußball-Weltmeister Uwe Bein (links) und Frankfurts Bundesligaprofi Danny Da Costa (rechts) gaben den Startschuss beim ersten Foot-Golf-Turnier im Oberaulaer Golfclub. In der Mitte Club-Präsident Jürgen Sattler.
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Erster Abschlag: Fußball-Weltmeister Uwe Bein (links) und Frankfurts Bundesligaprofi Danny Da Costa (rechts) gaben den Startschuss beim ersten Foot-Golf-Turnier im Oberaulaer Golfclub. In der Mitte Club-Präsident Jürgen Sattler.

Premiere beim Kurhessischen Golfclub Oberaula: Der Verein stellte am Montagnachmittag mit „Foot-Golf“ eine neue Trendsportart vor. Sie soll das Vereinsleben in Zukunft bereichern.

Oberaula – Zum offiziellen Startschuss des neuen Projekts hatte der Golf-Club Fußball-Prominenz eingeladen. Uwe Bein, selbst Mitglied in Oberaula, hatte seinen Schwiegersohn Danny Da Costa mitgebracht.

Eigentlich sollten noch mehr Eintracht-Profis kommen. Martin Hinteregger beispielsweise, der seit Kurzem in Bad Hersfeld wohnt, war ebenfalls eingeladen, musste aber absagen. Er soll für Österreich morgen im Länderspiel gegen Griechenland auflaufen.

Dafür waren heimische, ehemalige und aktive Fußballer zum Golfplatz gekommen. Zum Beispiel Uwe Koch, der früher für Asbach und Niederaula spielte, sowie ein Teil des Teams des Gruppenligisten SG Aulatal: André Honstein, Fabian Lepper, Max Schuch, Charly Höfler, Moritz Wernick und Simon Müller sowie Mitglieder des Fan-Clubs „Eintracht-Knüller“ – insgesamt waren es 42 Fußballer oder Fans, die sich in kleinen Gruppen auf dem Golfplatz verloren.

Beim Foot-Golf geht es im Prinzip darum, insgesamt neun Bahnen zu bespielen – nicht mit einem Schläger und mit Golf-Ball, sondern ganz einfach mit einem Fußball. Die Löcher der einzelnen Bahnen sind etwas vergrößert worden, damit auch ein Fußball hinein passt.

„Das geht gut“, sagte Da Costa schon beim ersten „Abschlag“ hinter dem Vorstandsgebäude des Golfclubs. Der Frankfurter Verteidiger hatte auch gleich den Bogen raus. Und bezog die Unebenheiten des Geländes mit ein. Das ist wichtig, denn mit einigen gekonnten Weitschüssen kann man den Ball näher an das Putting-Green heranbringen. Da Costas Schwiegervater Uwe Bein, der „Foot-Golf“ in Oberaula mit voranbringen will, hält mit insgesamt 45 Schlägern den inoffiziellen Vereinsrekord.

Und wurde bei der Turnier-Premiere prompt vom neuen Familienmitglied, der in Jogging-Hose und Eintracht-Weste auflief, geschlagen. Da Costa gewann nicht nur die familieninterne Wertung mit 42 Schüssen, sondern auch die Gesamtwertung. „War doch gar nicht so schwierig“, frotzelte er bei der Siegerehrung.

Frank Gerhard ist bei den Oberaulaern auf die Idee gekommen, Foot-Golf zu etablieren. Der rührige Club-Manager stieß bei anderen Vereinen auf taube Ohren, in Oberaula dagegen nicht. „Für uns hat Golf nichts Elitäres an sich, wir verstehen uns eher als Breitensportler“, sagt Jürgen Sattler, der Präsident des Kurhessischen Golfclubs.

Clubmanager Gerhard plant im kommenden Jahr die ersten Events. Das können After-Work-Turniere an einem festen Tag sein. Vorstellbar sind auch Foot-Golf-Turniere. Oder Einzel-Events für Mannschafts-Teambuilding-Maßnahmen. „Foot-Golf ist in anderen europäischen Ländern ganz gut rausgekommen“, erzählt er. Und er nennt Länder wie die Niederlande, natürlich England und Schottland. Hier gibt es regelmäßig auch internationale Meisterschaften.

Es gibt sogar extra Foot-Golf-Bälle, die um die 1000 Euro kosten, weil sie eine Extra-Oberfläche besitzen. So teuer soll eine Runde Foot-Golf natürlich nicht werden. Der Preis soll für jedermann erschwinglich. Für Gruppen solle es Rabatte geben.

Übrigens: Sieger des ersten Foot-Golf-Turnieres in Oberaula wurde die Gruppenliga-Mannschaft der SG Aulatal in der Mannschaftswertung vor den Eintracht-Knüllern. In der Einzelwertung war Aulatals Spieler André Honstein der Zweite hinter Da Costa, Ditter wurde Jonas Hahn.

Von Hartmut Wenzel

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