Fußball-Kreisoberliga

Das Spitzenduell findet keinen Sieger

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Keine Tore in Weiterode : Links Florian Yildiz vom gastgebenden ESV – in roten Trikots sind die Aulataler Philipp Honstein (Mitte) und Simon Müller zu sehen. 

Das Topspiel der Fußball-Kreisoberliga Nord zwischen dem ESV Weiterode und der SG Aulatal endete torlos.

VON KEVIN KUNZE

Weiterode –Beide Mannschaften geizten mit Torchancen. Sowohl Aulatal als auch Weiterode gingen personell geschwächt in die Partie, vor allem bei den Gästen war der Aderlass zu spüren.

In der ersten halben Stunde passierte wenig, das Spiel fand zwischen den Strafräumen statt. Sobald eine der beiden Mannschaften gefährlich in die Nähe des Sechzehners kam, misslang entweder der letzte Pass, oder ein Abwehrbein verhinderte Gefahr für das eigene Gehäuse. In der 31. Minute waren es die Hausherren, die den ersten halbwegs gefährlichen Abschluss zustande brachten. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld schloss Sven Wrzos freistehend ab, sein Schuss aus 20 Metern verfehlte das Tor klar. Auch die Gäste besaßen noch eine Halbchance vor dem Seitenwechsel: Nach Sergej Bokas feinem Zuspiel traf Philip Rehbaum den Ball nicht voll.

Nach dem Seitenwechsel bot die Partie etwas mehr. Boka setzte nach seinem Solo den Ball gut zwei Meter über den Kasten (52.). Auch den Gastgebern gelang es nur zwei Minuten später, für Torgefahr zu sorgen. Nach einer kurz ausgeführten Ecke legte Florian Yildiz den Ball zum eingewechselten Florian Rabe, sein Drehschuss verfehlte das Tor um knapp einen Meter. In der 58. Minute die beste Kombination des Spiels: Boka trieb das Leder durch das Mittelfeld und legte den Ball zu Yannik Hahl, der Sabela umkurvte, allerdings konnte die ESV-Abwehr seine Flanke entschärfen.

Danach gab es wieder viel Leerlauf – erst in der 74. Minute sorgte ein Gästekonter für Gefahr. Nachdem Heiko Richhardt den Ball auf Boka legte, schloss dieser aus spitzem Winkel ab, fand aber in Sabela seinen Meister. In der 85. Minute die beste Gelegenheit des Spiels: Kerem Kardas holte kurz vor dem Strafraum einen Freistoß heraus, seinen platzierten Schuss parierte Gästeschlussmann Fabian Lepper glänzend. In der 89. Minute kam es zu einer chaotischen Situation. Nachdem die Gäste eine Möglichkeit vergaben, reklamierten sie einen Eckstoß für sich. Der sonst unauffällige Schiedsrichter Jan-Philipp Finkler entschied auf Abstoß, kurz darauf zückte der Referee die glatt Rote Karte. Der gerade eingewechselte Viktor Kibenko soll den Schiedsrichter beleidigt haben – obgleich ESV-Kapitän Manuel Thalmann den Rotsünder in Schutz nahm, blieb der Schiri bei seiner Entscheidung. Ein negativer Schlusspunkt in einem niveauarmen Topspiel.

Weiterodes Trainer Andreas Rygula sagte: „Mit der Leistung meiner Mannschaft bin ich zufrieden. Nach dem Spiel am Samstag in Steinbach haben wir eine Reaktion gezeigt und gegen den Tabellenzweiten einen Punkt geholt.“ Aulatals Coach Ernest Veapi entgegnete: „Man hat uns angemerkt, dass wir personell auf dem Zahnfleisch gehen. Deswegen kann ich mit dem Ergebnis relativ gut leben.“

ESV Weiterode:Sabela, Pfau, Schumacher, Eskin (23. Bernt), Freitag (46. Rabe), Schwachheim, Kardas, Eskin, Eker, Wrzos, Yildiz, Thalmann

SG Aulatal: Lepper, Müller, Muratidi, Schneider, Schreiber, Pascal Honstein (62. Fälber), Richhardt, Weber, Kozik, Rehabaum (46. Hahl/ 88. Kibenko), Boka

SR: Finkler (Wölfershausen)

Rot: Kibenko (Aulatal, 90.)

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