Handball/Landesliga: Spitzenreiter Eitra/Oberhaun nimmt Flieden 33:16 auseinander

Spaziergang zum Sieg

Hatten diesmal leichtes Spiel: Matthias Kienast (in Grün) und die Handballer der HSG Eitra/Oberhaun. Hinten beobachtet Andreas Krause den Wurf seines Teamkollegen. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Der Spitzenreiter der Handball-Landesliga Nord Männer, die HSG Eitra/Oberhaun, hat die vor einer Woche in Ost-Mosheim erlittene Niederlage gut verdaut und schickte am Samstagabend in der Waldhessenhalle den TV Flieden mit 33:16 (15:6) geschlagen auf die Heimreise.

„Wir hatten hier keine Chance. Die HSG Eitra/Oberhaun ist die spielstärkste Mannschaft der Liga und steht zu Recht ganz oben. Bei uns haben heute vier Stammspieler gefehlt - das konnten wir nicht kompensieren“, äußerte sich nach der Partie Gästetrainer Holger Hölzinger trotz der hohen Niederlage relativ gefasst. In der Tat, der Gast, der nur biedere Hausmannskost bot, hätte eigentlich schon nach elf Minuten das Feld wieder verlassen können. Zu diesem Zeitpunkt führte Eitra/Oberhaun bereits mit 7:0, ließ die Abwehr der HSG dem Gast im Angriff keinen Raum und überrollte Flieden mit schnell vorgetragenen Angriffen.

Zwar versuchten Routinier Pezold, Bagus und der agile Jahn das Tempo weitgehend aus dem Spiel zu nehmen, um die HSG vielleicht aus dem Rhythmus zu bringen, doch vergebens: Der Gastgeber ließ sich nicht beeindrucken und hätte bei besserer Chancenauswertung sicherlich noch ein höheres Ergebnis erzielen können. Allerdings vergab Flieden durch Jahn auch vier Siebenmeter, scheiterte ansonsten aber auch oftmals an einem gut aufgelegten Philipp Breitbart im Tor der Gastgeber, was wiederum auch ein Verdienst der gut arbeitenden kompakten Deckung der Gastgeber war. Und so schaffte Flieden vor dem Wechsel im Schnitt gerade mal alle fünf Minuten einen Treffer.

Durch die klare Führung ermutigt, schickte HSG-Coach Jörg Ley zunehmend Spieler aus der zweiten Reihe auf das Feld. „Allerdings mit der Maßgabe, dass mit voller Konzentration weitergespielt wird“, wie Ley betonte. Denn das war die eigentliche Gefahr, dass sich die HSG-Akteure vom Schlafwagenhandball des Gastes würden einlullen lassen.

Nichts da! Die Gastgeber drückten weiter aufs Tempo und bauten kontinuierlich ihren Vorsprung aus, so dass sich am Ende praktisch alle Akteure in die Torschützenliste eintragen durften. „Das war eine gute Leistung von der persönlichen Einstellung her“, lobte Jörg Ley denn auch folgerichtig seine Spieler.

Von Hans Hantke

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