Diskussionen schon bei der Platz- und Kabinenwahl

Fußball-Kreispokalfinale: Siegesfreude hier, Frust dort

Pokal, Ball und Bierglas: Kreisfußballwart Rainer Schmidt (rechts) gratuliert Niederaulas Kapitän Simon Richardt zum Pokalsieg.
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Pokal, Ball und Bierglas: Kreisfußballwart Rainer Schmidt (rechts) gratuliert Niederaulas Kapitän Simon Richardt zum Pokalsieg.

Die Spieler der SG Niederaula/Kerspenhausen freuten sich nach dem Abpfiff des Kreispokal-Finales in Asbach wie die Schneekönige.

Asbach - Noch eine Stunde nach Spielschluss standen alle im Trikot am Sportplatz, prosteten sich zu – und freuten sich über den Kantersieg. Acht Tore in einem Spiel schießt man schließlich nicht alle Tage.

Trainer Frank Ullrich bemühte sich sofort, das 8:1 nicht stellvertretend als Maßstab für den Saisonauftakt am Sonntag gegen Bebra zu nehmen. Schließlich habe die frühe Rote Karte in der 13. Minute – Neuensteins Oktay Gümüs zog Jan Ullrich im Strafraum von den Beinen – den Niederaulaern in die Karten gespielt und seinem Team, das im Vorfeld als favorisiert galt, einen Vorteil verschafft: „Es war schade für die Zuschauer, ich hatte mit ein bisschen mehr Spannung gerechnet.“ Die Frustgrenze war bei den Neuensteinern erreicht, als nach knapp einer halben Stunde deren Mittelfeldmotor André Deneke nach einem Foulspiel eine Zeitstrafe absitzen musste. Er – und Spielertrainer Christian Pfeiffer – blieben nach der Pause auf der Bank, wohl auch, um eine Rote Karte zu umgehen, die eine Sperre nach sich gezogen hätte – Neuenstein wäre Sonntag in Hohenroda ohne seine beiden Stammspieler gestartet. Die Geistaler waren angefixt. Als Pokalspielleiter Thomas Becker nach dem Abpfiff die Schiris kurz vorstellte, kam aus der Neuensteiner Ecke nur wenig Beifall.

Schon die Wahl des Platzes gestaltetesich zu einem Katz-und-Maus-Spiel. Beide Vereine wurden sich nach den Halbfinals nicht einig. Niederaulas Bürgermeister Thomas Rohrbach – er ist gleichzeitig im Vorstand des SVN – akzeptierte den Neuensteiner Vorschlag nicht, auf dem kleinen Platz in Untergeis zu spielen. Der hatte wohl auch dazu beigetragen, dass Gruppenligist Aulatal im Halbfinale eine 1:3-Niederlage einstecken musste. Weil Bernd Rudolph (Asbach) beim Niederaulaer Halfinalsieg in Bebra weilte, einigte man sich schließlich auf den neutralen Platz in Asbach.

Eine Stunde vor dem Anpfiff gab es auch dort Dispute. Weil die SG Neuenstein laut Pokalspielplan eigentlich „Gastgeber“ waren, beanspruchten sie auch in Asbach die entsprechende Kabine. Die war aber von den Niederaulaern belegt, die ein paar Minuten eher angereist waren.

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