Sieben auf einen Streich: Roman Prokopenko schießt scharf

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Schoss sieben Tore in der zweiten Mannschaft: Roman Prokopenko, Spielertrainer der zweiten Mannschaft der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg (links). Die Szene stammt aus einem Spiel gegen Niederaula, rechts Michail Wekker. Am Sonntag gastiert die Festspielstadt wieder in Niederaula. 

Eigentlich ist Roman Prokopenko Fußballtrainer bei der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg. Am Sonntag half er bei der Zweiten in der Kreisliga B2 aus. Und schoss dabei sieben Tore.

Sieben auf einen Streich – wie einst das tapfere Schneiderlein die Fliegen erschlug, so schoss er im Heimspiel gegen den Hattenbacher SV die Tore. Die Partie endete mit einem 10:4 (4:1)-Erfolg für die Gastgeber. Schon nach knapp einer halben Stunde hatte Roman Prokopenko mit vier Toren in Folge (20.,, 31.,35.,37.) die Vorentscheidung erzwungen. Hattenbach verkürzte zwar durch John Gronowski und Ronny Alles kurz nach dem Wechsel auf 4:2, aber da war Prokopenko kurzfristig in einer anderen Mission unterwegs.

In der Pause ließ er sich nämlich auswechseln, um die Ansprache bei der ersten Mannschaft für die Kreisoberliga-Begegnung gegen Niederjossa/Kerspenhausen zu halten. Erst ab der 60. Minute war er wieder auf dem Platz, um sich mit seinen Treffern Nummer fünf und sechs (63. und 70.) zum 6:2 und 7:2 in die Torschützenliste einzutragen. Seinen siebten Treffer schoss er in der 72. Minute – es war das 8:3. Sieben Tore in einem Spiel – das ist aber nicht der persönliche Rekord von Prokopenko. „Es waren schon einmal neun, ebenfalls in einem Spiel der zweiten Mannschaft – damals gegen Internationals Reserve“, erzählt der 29-jährige Spielertrainer. Mit dem Einsatz in der Reserve löste er auch eine Absprache ein, die Manfred Stiel von der Spielvereinigung immer wieder gefordert hatte.

Prokopenko soll sich hin- und wieder auch einmal um die zweite Mannschaft kümmern. „Das tut er in dieser Saison ganz hervorragend“, erzählt Stiel. Er würde ab- und zu selbst spielen und auch die Spieler aus der Ersten für die Zweite abstellen. In der Kreisoberliga hat er aber noch andere Ziele vor sich. Zunächst erst einmal will er die erste Mannschaft noch mehr und noch enger zusammenschweißen. „Derzeit läuft es ganz gut“, sagt Prokopenko.

Nach den Niederlagen gegen Bebra und Hönebach gelangen den Hersfeldern vier Siege in Folge, darunter auch das 2:1 im Stadtderby beim FSV Hohe Luft. Am Sonntag steht das Verfolgerduell beim Vierten Niederaula an. Für Prokopenko ist und bleibt Niederaula der große Favorit: „Sie sind für mich die Nummer eins der Liga.“

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