Trainer Mike Lindemann will mit seinem Team die Aufstiegsrunde erreichen

Fußball-Kreisoberligist SG Wildeck setzt auf die Jugend

SG Wildecks Trainer Mike Lindemann (rechts) und Spieler Lasse Mohr.
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Startbereit: Wildecks Trainer Mike Lindemann (rechts) setzt große Stücke auf Neuzugang Lasse Mohr.

Beim Fußball-Kreisoberligisten SG Wildeck blickt man etwas wehmütig auf die vergangenen beiden unvollendeten Spielserien zurück. Im Aufstiegsjahr 2019/2020 stand man beim vorzeitigen Ende auf Rang drei und in der vergangenen Saison nach elf Spielen auf Platz zwei.

Bosserode - „Wir waren auf einem gutem Weg, die Pausen haben uns nicht gut getan“, so Wildecks Trainer Mike Lindemann, der sich zum Ziel gesetzt hat, sein junges Team sportlich weiter zu entwickeln. Mit Spielen unter Wettbewerbsbedingungen wäre man schon ein Stückchen weiter. „Wir müssen den Jungs noch Zeit geben“, bittet er um Geduld, da sein Team noch großes Entwicklungspotenzial habe.

Nach den Neuzugängen Pjeter Nushi, Lukas Hebeler, Bastian Stöcker, Marcel Sandrock und Stefan Langlotz im vergangenen Jahr ist man zu Beginn der neuen Serie im Bezug auf Veränderungen im Kader etwas bescheidener geworden. Mit Lasse Mohr vom Jugendförderverein Bad Hersfeld zeigt man klare Kante zur Jugend. „Möglichst viel Einsatzzeit in der ersten Mannschaft“, umreißt der 17-jährige Neuzugang sein Ziel, der mit dem Team in der oberen Tabellenregion mitspielen möchte. „Lasse hat die Zukunft noch vor sich und macht im Training gute Fortschritte“, sagt Lindemann. Er könne durchaus den sportlichen Verlust von Defensivmann André Veselcic, den es zur SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain verschlug, kompensieren. Mit Johannes Weibel von der TSG Kaulsdorf (Thüringen), der im Zweitspielrecht für die SGW aktiv sein wird, holte man einen erfahrenen Landesklassenspieler, der durchaus eine Alternative darstellt.

In der Vorbereitung und den ersten Tests hat Lindemann ein Gefälle innerhalb der Mannschaft ausgemacht. „Es zeigt sich, wer in der langen Pause mehr gemacht hat. Aktuell haben wir noch zu viele, die von den Leistungsstärkeren mitgetragen werden müssen“, erklärt er. Es gelte hier, Gleichstand herzustellen. Die Laufwege nach vorne seien noch nicht ausgeprägt, und im Abwehrverhalten fehle noch die Aggressivität und Entschlossenheit. Es gelte das Zweikampfverhalten zu verbessern, spricht er die vielen Gegentore in den Freundschaftsspielen an. Lediglich sieben Treffer, der beste Wert der Liga zum Zeitpunkt des Abbruchs, hatte die SGW in den elf Meisterschaftsspielen im vergangenen Jahr kassiert.

Die kommende Saison erwarten Lindemann und Betreuer Thorsten Bornschier ein Stück weit schwerer, da man an den Leistungen der vergangenen beiden Spielserien gemessen und teilweise als Favorit gehandelt werde. „Wir werden mehr Beachtung erfahren. Wenn die Leistungsträger funktionieren, dann kann es gut laufen“, gibt sich Lindemann zuversichtlich. Möglichst wenig Verletzungen und das vorhandene Potenzial abzurufen, seien für die Zielsetzung, das Erreichen der Aufstiegsrunde, gute Voraussetzungen. Man werde auf jeden Fall mit dem nötigen Respekt in die Spiele gehen, schiebt er nach.

Den Auftakt bei der SG Dittlofrod/Körnbach ordnet der Coach als schwierig ein, auch die beiden Heimaufgaben am Doppelspieltag gegen Philippsthal und Hohenroda seien nicht einfach. Sieben Punkte hätte man schon ganz gerne danach auf dem Konto. Die Ausgangsposition mit acht Heimspielen bei sieben Auswärtsspielen sei nicht die schlechteste, wobei er neben dem Topfavoriten SG Niederaula/Kerspenhausen, den FSV Hohe Luft, die FSG Bebra und die SG Neuenstein als Kandidaten für die vorderen Plätze auf dem Zettel hat.

Von Thomas Becker

Neuzugang Nummer zwei bei der SG Wildeck: Johannes Weibel.

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