SG Wildeck: Eine Saison wie gemalt

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Feuer frei: Sekt- und Bierdusche für Wildecks Meistercoach Mike Lindemann nach dem Titelgewinn. Youngster Yannik Rimbach (Zweiter von links) hat besonders viel Spaß an dieser Aktion.

Nach nur einem Jahr in der A-Liga kehrt die SG Wildeck in die Fußball-Kreisoberliga zurück. Bereits vier Spieltage vor Saisonende stand sie als souveräner Meister fest.

Nach nur einem Jahr in der A-Liga kehrt die SG Wildeck in die Fußball-Kreisoberliga zurück. Bereits vier Spieltage vor Saisonende sicherte sie sich mit einem eindrucksvollen 5:0 gegen Vizemeister FSV Hohe Luft den Titel in der A 1.

Damit war der Betriebsunfall aus dem vergangenen Frühjahr repariert, als die SGW in der Relegation scheiterte und absteigen musste. „Siehst du, wir sind wieder zurück. So schnell geht das“, rief Torjäger Christian Winter nach dem 5:0 einem Kollegen freudestrahlend zu.

Es erwies es sich als Glücksgriff des SG-Vorsitzenden Mike Rimbach, Mike Lindemann als Trainer zu holen. Der neue Coach entwickelte ein passendes Konzept und fand stets die richtigen Worte. „Er hat der Mannschaft das Selbstbewusstsein zurückgegeben und eine offensivere Spielweise eingeimpft, ohne die Abwehrarbeit zu vernachlässigen“, lobt Rimbach heute.

Dass es kaum Langzeitverletzte gab und er fast durchgehend auf einen Stamm von zehn Leistungsträgern bauen konnte, führt Lindemann als Basis des Erfolges an.

Hilfreich sei auch der zweite Spieltag gewesen. An diesem verlor der Titelkandidat überraschend 0:1 bei der SG Cornberg/Rockensüß. „Diese frühe Niederlage hat uns wachgerüttelt“, sagt Mike Lindemann. Es blieb bis heute die einzige. Vier Remis gegen Hohe Luft, Aulatal II und nach dem Titelgewinn gegen die SG Gudegrund/Konnefeld sowie den FV Friedlos blieben im weiteren Saisonverlauf die einzigen Punktverluste.

„Der Fußball hat uns wieder Spaß gemacht“, sagt Wildecks Youngster Yannik Rimbach mit Blick auf Zeit seit dem vergangenen Sommer. Er hat mit seinen bislang 17 Toren wesentlichen Anteil am Wiederaufstieg. Aber auch seine Sturmkollegen haben es ordentlich krachen lassen. Routinier Christian Winter führt mit 26 Treffern die aktuelle Torjägerliste der Kreisliga A 1 an. Steffen Rimbach brachte es auf 19.

Auf 105 Tore haben es die Wildecker bislang gebracht. Mit dem 7:0-Erfolg in Mühlbach haben sie sogar die 100er-Marke geknackt. Coach Lindemann möchte am liebsten auch keinen weiteren Gegentreffer mehr kassieren. Nur 14 sind es bislang, obwohl das Team seit März auf Abwehrchef Andre Kirschke verzichten muss. Ihn hat es beruflich nach Heiligenrode verschlagen. Kameradschaft, Selbstbewusstsein, Trainingsfleiß und Disziplin auf dem Platz waren weitere Bestandteile des Erfolgs.

„Wir haben mehr getan, aber auch Glück gehabt“, sagt Yannik Rimbach. Mike Lindemann stimmt ihm da voll zu. Selbst geschwächt hat sich der Meister auch nicht: Die Wildecker führen die Fairness-Statistik mit einigem Abstand an.

VON THOMAS BECKER

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