SG Festspielstadt will mit jungen Wilden nach vorn 

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Nils Schuhmann, von Aulatals A-Junioren,  wird die  SG Festspielstadt in der kommenden Saison verstärken. 

Mit insgesamt neun Neuzugängen will Fußball-Kreisoberligist SG Festspielstadt im vorderen Drittel der Tabelle mitspielen.

Bad Hersfeld – In sein viertes Jahr geht Roman Prokopenko als Trainer der Fußballer aus Bad Hersfeld, die sich seit geraumer Zeit SG Festspielstadt nennen. Und am Ende der drei vergangenen Spielzeiten steht durchaus Nennenswertes zu Buche: Relegationsteilnahme zur Gruppenliga, Aufstieg in diese Klasse, Abstieg aus dieser Liga – und nun?

Roman ProkopenkoSG Festspielstadt

„Mein Job ist es“, so verrät der 29-Jährige, „dass alle gerne für den Verein spielen. Den Spielern zu vermitteln, dass es etwas Besonderes ist, für Hersfeld zu spielen“. Er meint den Haufen Neuer, die Festspielstadts künftige Ausrichtung prägen. Und Prokopenko fügt hinzu, was jeder im Hersfelder Fußball wahrnimmt: „Der Verein muss wieder mehr dafür tun, dass sich die Spieler wohlfühlen.“

Nicht weniger als neun Zugänge sind zum Team gestoßen, das wieder in der Kreisoberliga Nord gelandet ist. Das sind: Ibrahim Oussmann und Saban Oezbek (Hohe Luft), Jannik Hofmann, Nils Schuhmann und Jannis Bämpfer (A-Junioren Aulatal), Daniel Sondermann (Rotenburg), Marvin Moritzer (Wichmannshausen) sowie die Belosicky-Brüder Pasqual und Julian. Während Hofmann in dieser Woche der Abschlussuntersuchung nach dem Riss seines vorderen Kreuzbandes entgegensieht, sind Adrian May (ist mit seiner Examens-Arbeit beschäftigt) und Jakov Pavic (Hausbau) zunächst außen vor.

Der Vorstand habe einen Platz unter den Top 5 als Saisonziel ausgegeben für das Team, dessen Durchschnittsalter knapp über 20 Jahre beträgt. Eine Rückkehr in die Gruppenliga sei erst in einigen Jahren realistisch. Favoriten für die neue Runde? „Es wäre überraschend“, sagt nicht nur Prokopenko, „wenn der Titel nicht nach Niederaula gehen würde“. Drei, vier Mannschaften seien „hinten dran“, Hönebach und Weiterode gehörten dazu. Auch die Aufsteiger Philippsthal und Wildeck seien „unangenehm zu spielen“.

Eine spezielle Spielidee schwebt dem einst begnadeten Tempodribbler Prokopenko nicht vor. „Ich sage den Jungs immer wieder, sie sollen erst die einfachen Sachen machen. Das ist aber gut.“ Das Programm der ersten Wochen besitzt durchaus seinen Reiz. Gleich zwei Mal hat es die SG Festspielstadt mit dem VfL Philippsthal zu tun zum Auftakt: am 17. Juli im Pokal – und am 4. August zum Start der Punktrunde in der Kreisoberliga Nord. In beiden Fällen tritt das Hersfelder Team auf eigenem Platz an. Doch auch die folgenden Punktspiel-Aufgaben sind nicht ohne: Es sind die Auswärtsprüfungen Rasdorf und Hohenroda sowie das Heimspiel gegen die SG Haunetal. Die ersten Testspiele liegen hinter der SG Festspielstadt (4:4 gegen den A-Ligisten Friedlos, 1:2 beim Gruppenliga-Aufsteiger Eiterfeld/Leimbach) – und dreimaligem Training pro Woche schließen sich weitere Vorbereitungsspiele an. Zum Auftakt von Prokopenkos viertem Jahr. Foto: wenzel/ar

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