SG Festspielstadt/SpVgg mit großem Selbstvertrauen nach Schlüchtern 

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Vertrat Andreas Rakk als Mannschaftskapitän: Mittelfeldspieler Tim Emmerich (in Schwarz) von der SG Festspielstadt/SpVgg Bad Hersfeld. 

Bad Hersfeld. Nach dem Hessenpokal ist vor der Liga. Und doch fällt es schwer, nach dem Pokal-Krimi von Mittwochabend in Asbach zur Tagesordnung überzugehen.

Schwer könnten auch die Beine der Gruppenliga-Fußballer der SG Festspielstadt/SpVgg heute noch sein, wenn sie um 19.30 Uhr in Schlüchtern bei der SG Schlüchtern/Elm antreten müssen.

Denn die 120 Minuten plus Elfmeterschießen gegen den Verbandsligisten Eschwege dürften nicht nur physisch, sondern auch mental jede Menge Körner gekostet haben. Dass am Ende nur eine 4:5-Niederlage nach Elfmeterschießen blieb – sowohl nach 90 Minuten, als auch nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden – ist zwar äußerst bedauerlich. Doch die couragierte Leistung des Gruppenliga-Neulings gegen den noch ungeschlagenen Tabellenzweiten der Verbandsliga verdient Respekt.

Natürlich war Eschwege – das keinesfalls enttäuschte – spielfreudiger und hatte mehr Tempo in seinem Spiel. Doch was die Gastgeber an Einsatz und Herzblut in die Partie warfen, war beeindruckend. Und deshalb war Trainer Roman Prokopenko gar nicht mal so enttäuscht, sondern auch stolz auf seine Jungs.

Ebenso wie der sportliche Leiter Markus Heide. „Eschwege war ein starker Gegner, aber die Jungs haben das gut gemacht und sich in das Spiel reingefressen“, sagt er. Natürlich hätten die Köpfe nach dem Elfmeterschießen kurz gehangen, „weil man so nah dran war“, sagt Heide. Aber jeder habe auch gewusst, was er am Mittwochabend geleistet habe. Allen voran Torhüter Fabian Brunner, mit dem die Hersfelder einen richtig guten Fang gemacht haben. Stark bislang in der Liga – überragend im Pokal präsentierte sich der 21-Jährige. „Das war schon sehr stark“, lobt auch Heide.

Auch die Defensive steht. Zwei Gegentore in drei Ligaspielen und eines in 120 Minuten gegen Eschwege können sich gut sehen lassen. Am Mittwochabend musste Prokopenko auf Adrian May, Bojan Kostadinov und zunächst auch Andreas Rakk, die feste Bestandteile der Vierer-Abwehrkette sind, verzichten. Bis auf den Patzer beim 0:1 durch Jan Kaufmann brannte trotz einer Vielzahl Eschweger Chancen nichts an. Und auch nach vorn geht immer was. Das zeigte sich in den beiden Szenen, als die Hersfelder einmal Strafstoß an Crawford forderten, sowie ihn dann nach 66 Minuten nach einem weiteren Foul an „Emma“ bekamen (Torschütze Tim Emmerich).

„Wir können bislang wirklich zufrieden sein“, sagt Heide. Und blickt zuversichtlich nach vorn. „Wir fahren mit großem Selbstvertrauen nach Schlüchtern. Die Knochen sind vielleicht schwer, aber der Kopf ist glücklich und freut sich aufs nächste Spiel“, sagt er.

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