SG Aulatal gewinnt den Forsthaus Cup im Hallenfußball

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In Spiellaune: Aulatals Adrian Veapi (links), hier beim HZ-Cup im Spiel gegen Hünfeld, trumpfte auf beim Forsthaus Cup in Niederaula. 

Niederaula – Aulatals Trainer Ernest Veapi ist derzeit im Skiurlaub. Auch ohne ihn gewann seine Mannschaft das Hallenfußballturnier um den Forsthaus Cup des SV Niederaula.

Ungeschlagen blieb die SG Aulatal im Modus „jeder gegen jeden“: Fünf Siege sammelte der Kreisoberliga-Zweite, einmal spielte er remis.

„Wir haben den Ball schön laufen lassen, ein schönes Futsal-Turnier hier im Aulatal“, freute sich Aulatals Johannes Schreiber, „primär war wichtig, dass sich keiner verletzt hat“. Zweimal geriet der Gesamtsieger in Bedrängnis. Zunächst beim 2:2 gegen den Tagesdritten Hohe Luft, als der durch den starken Christian Dick und Daniel Endrisch zweimal führte – Adrian Veapi, der sich nach seiner langwierigen Knieverletzung zunächst für ein Engagement beim Kreisoberligisten entschied, aber Sekunden vor Schluss noch ausglich. Später setzte sich Aulatal 3:2 gegen Vorjahressieger Niederjossa durch. Angetrieben von Adrian Veapi, dem wegen seiner Handlungsschnelligkeit und Spielfreude stärksten Spieler dieses Abends.

Adrian Veapi stärkster Spieler des Abends

Apropos Niederjossa: Der Titelverteidiger, mit mehreren erfahrenen und für die Halle geeigneten Spielern besetzt, verpennte nicht nur gegen Aulatal den Eintritt in sein Spiel – wie es sein Torjäger Christian Pfeiffer treffend formulierte, verschenkte er den Tagessieg. In Zusammenspiel und Abschluss zeigte Niederjossa gute Ansätze, was das Team drauf hat und Cleverness – im mannschaftlichen Verhalten und dem Verteidigen schluderte es. Da sich der SVN zusammenriss, reichte es noch zu Gesamtplatz zwei. Trostpflaster: Niederjossa stellte das treffsicherste Team des Turniers.

Dritter der Konkurrenz: der FSV Hohe Luft. Lange war das A-Liga-Spitzenteam ein heißer Kandidat auf den Tagessieg – das 3:3 gegen Niederaula/Kerspenhausen II, das am Ende nach ordentlicher Leistung auf Rang fünf einkam, warf den FSV aber aus der Bahn. Das heißt, er quälte sich selbst, raffte sich in einem äußerst emotionalen Spiel nach 1:3-Rückstand noch zu einem 3:3 auf. Bis zu dieser Partie war Hohe Luft auf Augenhöhe mit Aulatal. „Wir sind mit einer gemischten Mannschaft angetreten und haben uns sportlich ordentlich präsentiert“, sagte Trainer Tobias Habryka, „zum Schluss sind uns etwas die Körner ausgegangen“. In einem Duell Spitz auf Knopf gab’s abschließend ein 2:4 gegen Niederjossa.

Lange bestand die Chance

Bleiben die Vertretungen des Gastgebers, die auf den Rängen vier und fünf einkamen. Volker Zettel, Trainer der SG Niederaula/Kerspenhausen I, bemerkte: „Für uns ging es in erster Linie darum, uns besser zu verkaufen als zuletzt beim HZ Cup. Das haben wir geschafft. Lange hatten wir die Chance, unter die ersten Drei zu kommen, unser letztes Spiel aber haben wir verloren.“ Das endete 0:2 gegen Aulatal. Bitter, dass sich Jonas Hagedorn schwer verletzte, „vermutlich eine Bändergeschichte“, prognostizierte Zettl, dessen Team vor allem durch seine Geschlossenheit gefiel.

Im Freien kämpft Niederaula/Kerspenhausen II händeringend um den Klassenerhalt – beim Forsthaus Cup reichte es zum beachtlichen fünften Platz. „Wir sind froh, dass wir nicht Letzter geworden sind“, bemerkte Coach Mike Porsche süffisant. „Wir konnten fast in Bestbesetzung spielen. Es hat Spaß gemacht. Ich bin mehr als zufrieden mit den Jungs.“ Benny Blum versteht sich nach wie vor aufs Toreschießen, er traf fünfmal. Stark aber auch André Skoupy im Tor. „Er hat prima gehalten“, lobte Porsche.

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