Sebastian Ernst: „Bin vom Kopf her frei“

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Herr der Lüfte: Der Hersfelder Sebastian Ernst, der für den Hessenligisten Hünfelder SV spielt, fängt eine Flanke ab. 

Hünfeld. Der Hünfelder SV und Torhüter Sebastian Ernst fiebern dem Saisonauftakt entgegen. Am Samstag, 17 Uhr, empfängt der Hessenliga-Aufsteiger Buchonia Flieden.

Nach einem Jahr verletzungsbedingter Pause wegen eines Kreuzbandrisses steht Sebastian Ernst vor seinem Comeback. Der 26-jährige Keeper hofft, dass er spielt. „Wenn ich keinen reinlasse, dann haben wir zumindest schon das Unentschieden sicher“, sagt er.

Wie fühlen Sie sich derzeit?

Sebastian Ernst: Sehr gut. Ich denke mal, dass der Kreuzbandriss überstanden ist. Wenn ich meinem Knie Punkte in Sachen Genesung geben müsste, dann wären das 90 von hundert. Ich bin schon zufrieden, wenn es so bleibt und wäre dankbar, wenn es noch ein bisschen besser wird.

Das heißt auch, dass Sie keine Angst vor Zweikämpfen und Duellen im Strafraum, zum Beispiel bei Ecken haben?

Ernst: Nein, die habe ich nicht. Vom Kopf her bin ich frei.

Die ersten Spiele haben Sie bereits hinter sich ...

Ernst: Ja, schon in der abgelaufenen Saison habe ich etwas Spielpraxis sammeln können. So war zum Beispiel der 1:0-Sieg zum Abschluss gegen Lehnerz II eine tolle Sache.

Kommen wir zur kommenden Saison. Was meinen Sie, ist mit der Mannschaft möglich?

Ernst: Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Um das zu erreichen, haben wir uns auch gut verstärkt mit Daniel Kornagel, Sebastian Alles aus Fulda, Andre Vogt, Marcel Dücker und Noah Quanz, die beide von Lehnerz beziehungsweise aus der Jugend gekommen sind. Es wird schwer, den Klassenerhalt zu erreichen. Aber unmöglich ist es nicht.

Torhüter können vieles besser einschätzen, weil sie den Blick von hinten auf das Spiel haben. Was sind die Stärken des Hünfelder SV?

Ernst:Sicherlich kann im Spiel nach vorne das schnelle Umschaltspiel nach Balleroberung ein Vorteil sein. Wir sind überdies ein eingeschworener Haufen. Mit mannschaftlichen Geschlossenheit können wir bestimmt einige Punkte holen.

Und wo sind Schwächen beim HSV zu finden?

Ernst:Wir könnten sicherlich bei Standards besser sein. Zum Beispiel bei Ecken. Da ist noch vieles ausbaufähig. Da müssen wir besser werden.

Samstag ist Saisonauftakt gegen Flieden. Seid ihr bereit?

Ernst: Selbstverständlich. Saisonauftakt und Derby – gegen Flieden kommen bestimmt viele Zuschauer. Der Gegner ist stark, es wird ein heiß umkämpftes Spiel werden. Und wir wollen natürlich gewinnen und idealerweise mit einem Dreier in die neue Runde starten.

Sie werden von Beginn an zwischen den Pfosten stehen?

Ernst: Ich fühle mich gut und konnte die Vorbereitung ohne Rückschläge komplett absolvieren. Jetzt liegt die Entscheidung beim Trainer (Dominik Weber, d. Red.). Allerdings wird die Aufstellung für das Spiel erst kurz vor Spielbeginn bekannt gegeben. Oder man erhält ein, zwei Tage vor dem Spiel einen Anruf vom Trainer und wird über einen Einsatz informiert.

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