Handball-Bezirksoberliga: HSG Landeck/Hauneck besiegt Gensungen II mit 27:23

HSG gewinnt schwaches Verfolgerduell

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Einmal mehr bester Werfer: Christian Manske traf beim 27:23-Erfolg gegen Gensungen/Felsberg II sechsmal für die HSG Landeck/Hauneck.

SCHENKLENGSFELD. Mit einem 27:23-Sieg im vermeintlichen Spitzenspiel über die ESG Gensungen/Felsberg II hat sich die gastgebende HSG Landeck/Hauneck als alleiniger Verfolger vom Tabellenführer HSG Werra WHO positioniert, während sich Gensungen aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben dürfte.

Doch Hand aufs Herz: Was im Vorfeld eine hochklassige Partie erwarten ließ, entpuppte sich im Nachgang als mauer Auftritt ohne Höhepunkte. „Das war heute gefühlt nicht Zweiter gegen Dritter, sondern vom Niveau her Zehnter gegen Elfter“, redete HSG-Spielertrainer Sascha Kepert nicht um den heißen Brei herum. Er selbst hatte schon nach 15 Minuten die „Faxen dick“ und faltete sein Team in der Auszeit lautstark zusammen. Das half zwar, um aus einem 6:8 ein 10:8 zu machen, aber der mit einer Rumpfelf angetretenen Gast egalisierte rasch danach wieder auf 11:11. „Wir waren lange nicht aggressiv, spielten Standhandball und gingen zu oft ins eins gegen eins. Nur gut, dass Christian Fischer im Tor hellwach war und viele guten Paraden zeigte. Erst in der zweiten Hälfte, als die Abwehr insgesamt besser stand, konnten wir das Ding zu unseren Gunsten entscheiden“, so Kepert, der selbst nicht spielte und auch Felix Abad lange schonen musste.

Tatsächlich sprang ob der Vorstellung auch der Funke in Richtung der spärlichen Fangemeinde in der kalten Sporthalle erst gegen Ende über. Die SG hatte es letztlich neben Fischer noch Torjäger Christian Manske mit seiner schieren Kraft und Matthias Lotz zu verdanken, dass es zum Sieg reichte. Positiv zudem, dass sich fast alle Feldspieler in die Torliste eintrugen, vor allem auch die Youngster Felix Gresss und Fabian Heidler. Und Gensungen? Das Team, ohnehin dünn besetzt, musste früh den verletzungsbedingten Ausfall von Ingo Keim verkraften, gab aber trotzdem lange Zeit nicht klein bei. Gegen die steife und pomadige SG-Abwehr kam man, trotz körperlicher Unterlegenheit, durch Martin Kamm vom Kreis und dem quirligen Tim Schanze, mit neun Toren Top-Shooter, aus dem Rückraum zu den Toren, die die Reserve des Gensunger Oberligateams im Spiel hielten. Da auch Joshua Röse im Tor seinem Gegenüber in nichts nachstand, war bis zum 16:14 alles noch offen, zumal Gästecoach Philipp Kamm auch taktisch nichts unversucht ließ, um doch noch zu punkten. Da war die kurzzeitige Hereinnahme des siebten Feldspielers oder die eher skurril anmutende kurze Deckung von Moritz Krug (1,68 Meter) gegen SG- Rückraumhünen Manske (2 m) - zum Erfolg konnten die Maßnahmen jedoch nicht mehr führen, um noch zumindest ein Remis zu erreichen.

HSG Landeck/Hauneck: C.Fischer, Kepert n.e.- Lotz(5/1), M.Fischer(1), Abad(3), Manske(6), Baumann(1), Steinhauer(2), Gress(3), Spahic (2), Schnell, Birkel (2) ,v.Manger, Heidler (2)

Gensungen II: Röse, Bickert n.e.- Jericho (4/2), Beinhauer, Schanze (9/1), Krug, Hohmann, Wolf (3), Kamm (3), Keim (2), Landesfeind

SR:  Schulz/Schneider (HSG WHO) Z.: 100

Siebenmeter: 2/1 - 6/3

Zeitstrafen: 6 Min. - 4 Min.

Von Michael W. Rimkus

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