Luftgewehr-Bundesliga

Schützengilde Mengshausen: Zwei Niederlagen in eigener Halle

+
Es lief nicht rund: Elena Rembowski und die Schützengilde Mengshausen kassierten in NIederaula zwei Niederlagen. 

Für die Mengshäuser Schützen wird die Finalteilnahme nun ganz schwer.

Niederaula. „Mit fehlen die Worte. Gegen diesen übermächtigen Gegner war nichts zu machen. Kevelaer spielte in einer anderen Liga“, war Manuela Schmermund, die Teamchefin der Schützengilde Mengshausen, am Sonntagmittag nach dem Match immer noch fassungslos.

Nicht einen Stich bekam Luftgewehr-Bundesligist Mengshausen gegen die SSG Kevelaer und kassierte nach der 2:3-Niederlage gegen Buer-Bülse vom Samstag den zweiten Dämpfer. Kevelaer dominierte beim 0:5 auf allen Positionen und ließ den Gastgebern nicht eine einzige Chance zum Punktgewinn.

Deutliche Niederlagen bezogen Jaqueline Orth (394:398 gegen Anna Janßen), Jan Lochbihler (394:399 gegen Franka Janßen), Laura Schulz (391:398 gegen Sergey Richter), Daniela Schäfer (386:394 gegen Alexander Thomas) und Elena Rembowski (388:391 gegen Jana Erstfeld). Mit der Gesamtringzahl von 1980 Ringen stellte die SSG Kevelar einen neuen Vereinsrekord auf und den Bundesligarekord des BSV Buer-Bülse ein. Zum Vergleich das Gesamtergebnis der Mengshäuser Mannschaft: 1953 Ringe.

Spannung gegen Buer-Bülse

Großes Kino war der Wettkampf am Samstagabend gegen den BSV Buer-Bülse aus Gelsenkirchen. Im letzten Einzel preschte Elena Rembowski mit 391 Ringen über die Ziellinie. Ihr Gegner Robin Zissel aus Ernsthausen im Kreis Waldeck-Frankenberg, hatte zu dem Zeitpunkt nach acht Schüsse vor sich. Nach der Hochrechnung hatte er einen Vorsprung von drei Zählern, der schmolz, je näher er dem Ende kam. Doch alles Bangen der Zuschauer half nichts. Am Ende rettete sich Zissel mit 392 Ringen ins Ziel. Einen gelungenen Auftakt hatte Laura Schulz: fünf Zehner in Folge, dann der Schreck: eine Acht. Doch von diesem Ausrutscher ließ sich die Nummer drei im Mengshäuser Team nicht schocken. Es folgte wohl noch eine Neun, aber auch eine Topserie von fast 20 Zehner hintereinander. Am Ende gewann Laura Schulz ihr Einzel mit 393:392 gegen Henny Reitz.

Mulder sensationell

Glücklos war Daniela Schäfer. Die Juniorin startete mit einer 97er-Serie auf der vierten Position, steigerte sich auf 100, fiel danach aber wieder ab und musste am Schluss ihrer Gegnerin Lisa Tüchter mit 389:395 den Vortritt lassen. Den erneuten Ausgleich besorgte Jaqueline Orth. Die Weltmeisterin erreichte gegen ihren Teampartner im hessischen Mixed-Team, Dennis Welsch (bisher Bundesligateam Baunatal), ein Unentschieden (beide 395), gewann unter dem ohrenbetäubenden Lärm der Zuschauer aber das entscheidende Stechen bereits im ersten Schuss mit 10:9. Die Entscheidung über den Wettkampfausgang lag nun bei Mandy Mulder. Die Niederländerin hatte in ihrem sechsten Saisonmatch für Mengshausen sensationell ein Unentschieden gegen den ungarischen Weltklasseschützen Péni István erreicht (beide 398), verlor aber das Stechen mit 9:10 zum Endstand von 2:3.

Von Herbert Vöckel

Kommentare