NACHSPIELZEIT

Schützen haben Grund zum Feiern

Bad Hersfeld. Um Handballer, Sportschützen und einen besonderen Moment mit einem besonderem Manager und Menschen geht es in unserer Wochenend-Kolumne.

Das zweite Derby war ebenfalls eine klare Angelegenheit: Die Handballer des TV Hersfeld bezwangen den Nachbarn aus Heringen und Obersuhl mit 27:22. Für die WHO wird es mittlerweile immer enger. Derweil ist beim dritten Kreisvertreter in der Landesliga, der TG Rotenburg, unvermittelt ein Akteur aufgetaucht, der bei der WHO zu Saisonbeginn nur ein kurzes Gastspiel gab: Der Serbe Petar Cutura will dem Vernehmen nach bis zum Saisonende für die ebenfalls abstiegsgefährdeten Rotenburger auflaufen.

Wieder einmal hat ein junger Sportschütze aus dem Kreis bei einem großen Wettkampf auf sich aufmerksam gemacht. Bastian Strack aus Motzfeld, schon Deutscher Schülermeister und inzwischen in der Jugendklasse, hat sich in Den Haag gegen internationale Konkurrenz durchgesetzt. Seinen Sieg sicherte er sich im letzten Schuss. So sieht Nervenstärke aus!

Es war nicht die einzige gute Nachricht, die es für die heimischen Sportschützen in dieser Woche gab. Das Luftgewehr-Bundesligafinale, zuletzt in Paderborn ausgetragen, wird ab 2020 wieder in Rotenburg stattfinden – und damit quasi vor der Haustüre der Bundesligaschützen aus Mengshausen. Wenn das und die Erinnerung an die tolle Stimmung bei vergangenen Finals in Rotenburg kein Ansporn sind, einen Platz unter den besten Vier zu ergattern!

Einen echten Pechvogel hatte die Woche aus heimischer Sicht allerdings auch: Biathletin Leonie Litzenbauer aus Rotensee zog sich beim Schulsport einen Bänderriss im Sprunggelenk zu. Die Saison ist möglicherweise beendet. Wir wünschen Leonie und allen anderen Sportlern, die sich im Augenblick mit Verletzungen plagen, gute Besserung!

Die Nachricht machte nicht nur die Fans des FC Schalke 04 traurig: Rudi Assauer ist tot. Der Ex-Manager war mehr als Mr. Schalke; er hinterließ auch in Dortmund und Bremen sowie in der ganzen Bundesliga tiefe Spuren mit seinem geradlinigen Auftreten im unvergleichlichen Ruhrgebiets-Charme.

Neben den vielen Bildern, auf denen Assauer im Fernsehen präsent war, habe ich auch einen kurzen persönlichen „Rudi-Moment“: Revierderby im Januar 2004. Ebbe Sand schoss Schalke in der 89. Minute in Dortmund zum Sieg. Im Presseraum, in dem das Rauchen zumindest ungern gesehen war, spazierte Assauer auf und ab – genüsslich seine Davidoff paffend. Im Nachhinein: Gänsehaut.

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