NACHSPIELZEIT

Schockmoment und Lückenbüßer

Hartmut Wenzel, Sportredakteur Hersfeld
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Hartmut Wenzel

Über die schwere Verletzung eines Fußballers, zwei spektakuläre Spielerwechsel und den Ausfall des Grasbahnrennens in Bad Hersfeld schreibt der Autor unserer Wochenend-Kolumne.

Im Zeitalter der elektronischen Kommunikation verbreiten sich Nachrichten bekanntlich rasend schnell. Auch das riesengroße Pech von Jan Schäfer vom Fußball-Gruppenligisten FT Fulda, der sich im Test gegen Brachtal den Arm gleich mehrfach brach, machte am vergangenen Samstagabend in Rekordzeit die Runde. Nicht nur die Kollegen seines Fuldaer Vereins waren schockiert und nahmen Anteil, sondern auch die ehemaligen Mitspieler seiner Ex-Vereine TSV Lehnerz, heute Barockstadt Fulda-Lehnerz, sowie auch die des VfL Eiterfeld.

Hier gehört Schäfer noch zur Alt-Herrenmannschaft, die sich in Anlehnung an ihren Ex-Trainer Werner Schlacher „Schlachers Jünger“ nennt und die schon oft beim Hallenfußballturnier der SG Hessen Hersfeld um den HZ-Cup für Aufsehen sorgte. Mehrfach hat sie den Siegerpokal aus der Geistalhalle mit nach Hause genommen. Einer der ersten aus dieser Whats-App-Gruppe, die ihm beste Genesungswünsche übermittelten, war der Trainer selbst, der heute in der Nähe von Berlin wohnt. Schäfer nahm im Übrigen sein Schicksal mit einer Portion Selbstironie. Sein Arm sei zwar eingegipst bis zur Achsel und er müsse für eine Woche im Krankenhaus bleiben. Aber immerhin sei es dort „schön kühl.“

Bleiben wir beim Fußball in Eiterfeld. Dort haben die Verantwortlichen des Gruppenligisten die Verträge mit Kemal Sarvan und David Wollny in dieser Woche wieder aufgelöst. Die beiden hinterlassen sportlich eine große Lücke, die so einfach nicht zu kitten sein wird. Schließlich besitzen sie langjährige Hessenligaerfahrung. Auf der anderen Seite gibt das Budget nun wieder etwas her für qualitative Verstärkungen. Allerdings ist der Markt eng. Und: „Es muss passen“, sagt Volker Hilpert aus dem Vorstandsteam. Ansonsten müsse man auch die Ansprüche in der Gruppenliga zurückschrauben.

Eigentlich müssten an diesem Samstag unterhalb des Hersfelder Johannesbergs wieder die Motoren dröhnen – es wäre der Termin für das Grasbahnrennen gewesen. Doch Corona hat auch den Verantwortlichen des Motorsportclubs einen Strich durch die Rechnung gemacht. Sie haben die Rennen schon frühzeitig abgesagt. Abgesagt worden ist es schon mehrere Male. Allerdings wegen starker Regenfälle, was besonders ärgerlich war, weil die Vorbereitungen umonst waren. Ob es auch diesmal knapp geworden wäre? Durch die Absage entfallen die Vorbereitungen – und auch der bange Blick der Verantwortlichen auf die Wetterkarte.

Allmählich nimmt der Fußball auch bei uns in der Region wieder Fahrt auf. Die ersten Testspiele zeigen großes Interesse am Fußball. Es gibt Partien, bei denen gute Zuschauerzahlen gemeldet werden. Mehr wie 250 – inklusive Spieler, Trainer und Betreuer – sind allerdings nicht erlaubt. Wohl nicht bei den Tests, aber in der Serie können sich Vereine bei Derbys und Topduellen darauf einrichten, Karten im Vorverkauf abzusetzen. Schönes Wochenende und bleiben Sie gesund!

Von Hartmut Wenzel

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