Handball-Bezirksoberliga Männer: TSV Bebra wird sich erneut strecken müssen

Runter von Wolke sieben

Wieder im Trikot zu bewundern: Bebras Coach Liviu Pavel will auf dem Parkett aber nur helfen, wenn es nötig ist. Foto: Eyert

Bebra. Für Handball-Bezirksoberligist TSV Bebra heißt der Gegner innerhalb der nächsten drei Spieltage gleich zweimal SG Schenklengsfeld. Das erste Duell steigt am Sonntag um 18.30 Uhr vor eigener Kulisse. Die HSG Werra WHO 09 will sich dagegen schon morgen ab 19 Uhr beim Tabellenfünften HSG Datterode/Röhrda behaupten.

„Es wird ein sehr schweres Spiel, das ist ein heißes Pflaster da“, sagt WHO-Trainer Jürgen Handke und bescheinigt seinem Datteröder Kollegen Sauer, gute Arbeit geleistet zu haben. Dass Datterode/Röhrda zuletzt beim Tabellenführer Gensungen/Felsberg eine herbe 18:31-Niederlage einstecken musste, ändere daran nichts. Der Primus sei eben eine Klasse für sich.

WHO im Lernprozess

Jürgen Handke wird morgen nur ein elfköpfiges Aufgebot zusammenbekommen. „Aber wenn wir gewinnen, dann würde ich sagen, dass wir uns gefangen haben“, erklärt er. Auf seinen Angriff - den erfolgreichsten der Liga - wird er sich wohl wieder verlassen können. Nur die Deckung muss sich weiter stabilisieren. „Wir sind dabei, neue Abwehrsysteme zu lernen“, berichtet der Trainer.

Hält Torhüter Alexander Dick so gut wie zuletzt beim Heimsieg über Bad Sooden-Allendorf, dann wäre das seinen Vorderleuten eine große Hilfe. „Er darf sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen“, fordert Jürgen Handke. (twa)

Spannung scheint auch in Bebra so gut wie garantiert, wo Gastgeber TSV (12:14 Punkte) mit der SG Schenklengsfeld (14:12) gleichziehen möchte. „Das letzte Spiel war unheimlich wichtig für unsere Moral, nachdem wir vorher ja auch gegen schwächere Mannschaften verloren hatten. Allerdings müssen wir auch gegen Schenklengsfeld wieder hellwach sein“, sagt der endlich wieder selbst aktive TSV-Spielertrainer Liviu Pavel. Er will sein Team nach dem tollen Punktgewinn in Wanfried ganz schnell von Wolke sieben herunterholen. Denn auch der nächste Gegner genießt seinen Respekt: „Das ist eine robuste und spielstarke Truppe.“

Vertrauen in die Mannschaft

Nach seinem überraschenden Comeback in Wanfried, das sein Knie gut überstanden hat, legt der Spielertrainer Wert auf die Feststellung: „Unsere Mannschaft kann es selbst richten. Ich werde nur helfen, wenn es nötig ist und möchte nicht, dass sich alle darauf verlassen, dass ich die Kastanien schon aus dem Feuer hole.“ Vielmehr sieht sich Liviu Pavel als eine Art Rückversicherung für sein Team, aber auf keinen Fall in einer Alibifunktion. Letztere haben seine Akteure auch gar nicht nötig, denn handballerisch müssen sie sich keineswegs verstecken.

Da es das Programm des TSV in den folgenden Wochen in sich hat, wären zwei Punkte wichtig. „Außerdem wollen wir unsere Zuschauer mit einem Sieg erfreuen. Wir haben jetzt Motivation und Sicherheit getankt, aber jedes Spiel ist anders“, gibt sich Liviu Pavel vorsichtig optimistisch. Personell ist alles zum Besten bestellt. (zkö)

Quelle: HNA

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