NACHSPIELZEIT

Rückkehr und ein richtiger Riecher

Sascha Herrmann, Leiter der Sportredaktion der Hersfelder Zeitung, lächelt in die Kamera.
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Sascha Herrmann

Mit Testspielen von Fußballern und Handballern, die ab heute wieder möglich sind, befasst sich der Autor unserer Wochenend-Kolumne diesmal.

Bad Hersfeld - Heute ist der 1. August. DER 1. August. Der Tag, an dem sich die Fußballer wieder einen Schritt der Normalität nähern. Ab heute dürfen in Hessen wieder Freundschaftsspiele bestritten werden, die zur Vorbereitung auf den Saisonstart dienen, der für das erste September-Wochenende geplant ist. Sofern nichts – also das Virus – den Kickern ein Bein stellt.

Seit Mitte März standen die Fußballer im Abseits. Durften dann – nach zwei Monaten Zwangspause – ab Mitte Mai erste Schritte in Kleingruppen auf dem Platz machen. Mit Fußball hatte das aber nur entfernt zu tun, berichteten uns viele Beteiligte seinerzeit. Zuletzt war wieder das Training in Zehnergruppen mit Zweikämpfen und Vollkontakt möglich. Jetzt also kehrt man zum normalen Spiel zurück. Abstands- und Hygieneregeln müssen dabei beachtet werden. Sowohl auf, als auch neben dem Spielfeld.

Das umfangreiche Hygienekonzept, das der Verband herausgegeben hat, verlangt den Amateurvereinen und ihren ehrenamtlichen Helfern allerdings einiges ab. So wird der Sportplatz in drei Zonen eingeteilt: den Innenraum, den Umkleidebereich sowie die Zuschauerränge. Maximal 250 Menschen dürfen die Sportanlage betreten, müssen sich aber am Eingang registrieren wie beispielsweise bei einem Restaurantbesuch. An viele der Vorgaben haben wir uns im Alltag schon gewöhnt – beispielsweise Abstand zu halten, Mund- und Nasenschutz zu tragen, häufiges Händewaschen oder aber desinfizieren. Wir dürfen gespannt sein, wie sich das Ganze einspielt. Eines aber dürfen wir nicht vergessen: Wichtig ist ab sofort nicht nur aufm Platz. Denn das Wichtigste ist unsere Gesundheit.

Auch die Handballer dürfen heute wieder in den Spielbetrieb einsteigen und erste Testspiele bestreiten. Vor welchen Problemen die Hallensportler im Gegensatz zu den Fußballern stehen, lesen Sie ausführlich auf der vorherigen Sportseite.

Vielleicht haben Sie es in unserer Freitagausgabe gesehen: Mit Ole Pregler (18) gehört jetzt auch ein Eigengewächs zum Kader der Melsunger Bundesliga-Handballer. Preglers Vater Markus „Max“ war 2005 Kapitän des Aufstiegsteams. Und 2008/2009 kurzzeitig Trainer des TV Hersfeld. Schon damals sagte der Magdeburger, der jetzt in der Schweiz lebt: „Der Ole, det wird ma n richtich Juter.“ (Von Sascha Herrmann)

Sonniges Wochenende

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