Raiffeisencup: ESV Hönebach gewinnt sein Turnier im Achtmeterschießen

Ruch packt Deckel drauf

Pokal in Hönebacher Hand: ESV-Vorsitzender Dirk Noll (rechts) übergibt den Raiffeisencup an Sebastian Ruch. Foto: Bernd Noll/nh

OBERSUHL. Bei der 24. Auflage des Hallenfußball-Turniers um den Raiffeisen-Cup trug sich Veranstalter ESV Hönebach zum siebten Mal in die Siegerliste ein. In der Neuauflage des Endspiels von 2004 setzten sich die Eisenbahnersportler gegen die SG Gerstungen/Vitzeroda mit 4:3 nach Achtmeterschießen durch.

Sebastian Ruch verwandelte den entscheidenden Strafstoß sicher. In der Vorrunde hatten die Thüringer mit 1:0 noch das bessere Ende für sich. Als Gruppenzweiter traf der ESV im Halbfinale auf den Thüringen-Ligisten SV Wacker 03 Gotha, der allerdings nicht mit der ersten Garnitur angereist war. Die junge Gothaer Truppe ging durch Vitalij Schmick schnell in Führung. Doch Julian Spillner und Ruch drehten den Spieß noch um.

Im Endspiel sah es zunächst gar nicht nach einem Erfolg der Gastgeber aus. Der umsichtige Dennis Linke brachte die Gerstunger nach drei Minuten in Führung. Jetzt entwickelte der ESV mehr Zug zum Tor und kam durch Roman Gehb zum Ausgleich. Das Lattenkreuz und Torwart Nils Katzmann verhinderte auf der Gegenseite weitere Treffer der Gerstunger.

Im notwendigen Neunmeterschießen entschieden die Treffer von Nils Katzmann, Kai Wollenhaupt und Ruch dann zu Gunsten der Hönebacher. Zufrieden zeigte sich ESV-Coach Mario Katzmann allerdings nur mit dem Ergebnis: „Leider haben wir nur wenig Kombinationsfußball gesehen.“

Titelverteidiger SSV Eichhof zog, „obwohl wir keine Hallenmannschaft sind“, wie Trainer Heinrich Schmidt sagte, erneut ins Halbfinale ein. Hier hatte der SSV trotz der Führung durch Patrick Wieczorek am Ende mit 1:4 gegen Gerstungen/Vitzeroda das Nachsehen. Im kleinen Finale gegen Wacker Gotha gaben die Schmidt-Schützlinge trotz erkennbaren Kräfteverschleißes noch einmal alles. Moritz Möller erzwang Sekunden vor der Schlusssirene mit seinem 1:1 noch ein Neunmeterschießen. Hier avancierte Eichhofs Torsteher Lars Barthel mit zwei gehaltenen Strafstößen zum Matchwinner. „Mit diesem dritten Platz konnten wir hoffentlich etwas Selbstvertrauen für die Feldserie tanken“, meinte Heinrich Schmidt.

Zwei Gebeutelte

Für den ESV Ronshausen und seinen neuen Spielertrainer Jürgen Losekam lief es weniger gut. Nur ein Sieg gelang im Prestigeduell gegen die zweite Vertretung des ESV Hönebach, die kurzfristig für die nicht angereiste SG Tiefenort/Frauensee eingesprungen war. Nicht besser erging es der SG Wildeck. Ohne Punktgewinn landete das Team von Werner Heidemüller auf dem letzten Rang in der Gruppe B. Allerdings konnte der Coach wegen einer Mannschaftsfahrt auch keine schlagkräftige Truppe aufbieten.

Von Thomas Becker

Quelle: HNA

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