Fußball-Kreisoberliga

Rotenburg/Lispenhausen will aktuelle Situation ausblenden

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Und wieder messen sich die SG Rotenburg/Lispenhausen und der ESV Weiterode: In dieser Szene schlug Marvin Bo de (links) den Ball aus dem SG-Strafraum. 

In der Fußball-Kreisoberliga (KOL) steht ein Derby an, das es in sich hat.

Rotenburg – Am Sonntag um 15 Uhr empfängt die SG Rotenburg/Lispenhausen auf dem Rotenburger Wittich den ESV Weiterode.

Während die SG den wieder einmal drohenden Abstieg noch verhindern will, können sich die Gäste plötzlich wieder - zugegebenermaßen kleine - Chancen auf die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation ausrechnen.

Für die Platzherren schrillen die Alarmglocken dagegen lauter denn je nach der etwas unglücklichen-0:2-Niederlage bei der ebenfalls gefährdeten SG Heinebach/Osterbach. Rotenburg/Lispenhausens Kapitän Steffen Kanngießer blickt auf dieses Duell zurück: „Es war klar - wer da das erste Tor schießt, gewinnt.“ Nicht nur das erste, sondern auch das zweite Tor (62., 73.) schoss ein Heinebacher. Neuzugang Szabolcs Szaraz schwang sich so zum Matchwinner auf.

„Natürlich ist die Stimmung jetzt etwas gedrückt, aber wir müssen weitermachen“, stellt Kanngießer fest, „die Situation ist schwierig, aber es sind noch sieben Spiele zu spielen. Die Köpfe bleiben oben.“ Sollte Hersfeld in der Gruppenliga bleiben, dann gibt es nur einen direkten Absteiger aus der KOL, im anderen Falle zwei. Ein Kreisoberligist wird in der Relgeation um den Verbleib kämpfen müssen.

Derzeit hat die SG Rotenburg/Lispenhausen als Tabellen-15. 15 Punkte auf dem Konto, fünf mehr als Schlusslicht Sorga/Kathus. Gefährdet sind ab Platz zwölf abwärts noch die SG Heinebach/Osterbach (23 Zähler), der SV Niederjossa (22) und die SG Haunetal (20).

„Mal sehen, was jetzt in Rotenburg passiert“, sagt Steffen Kanngießer, „Weiterode ist ein starker Gegner.“ Personell sehe es recht gut aus für seine SG. Gegenüber den vergangenen Wochen könnte es eine kleine Veränderung geben, denn Marvin Bode ist angeschlagen.

Zum letzten Mal zuschauen muss Sandro Seidenstricker. Sechs Spiele Sperre hatte der Neuzgang für seinen Platzverweis in Niederaula am 18. November bekommen. Nach dem Derby wird sie abgelaufen sein. Im SG-Lager empfindet nicht nur Kapitän Steffen Kanngießer diese Strafe als zu hart.

Wieder ins Training eingestiegen ist Maximilian Weber. Er fehlte der Elf von Trainer Sandro Mohr in den vergangenen Monaten an allen Ecken und Enden. Doch vor Ende April/Anfang Mai rechnet Steffen Kanngießer nicht mit der Rückkehr seines Kollegen. „Wir müssen am Sonntag zeigen, dass wir Herr auf dem Wittich sind. Wir müssen offensiv spielen und unsere aktuelle Situation ausblenden“, gibt der Kapitän eine erfolgversprechende Richtung vor.

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