FUSSBALL-KREISOBERLIGA

Festspielstadt gastiert in Niederaula

Letztes Heimspiel für die SG Niederaula/Kerspenhausen zunächst: Hier sind Jona Kohlstädt (links) und Johann Beck zu sehen. In der Mitte: Niederjossas Andy Dickert.
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Letztes Heimspiel für die SG Niederaula/Kerspenhausen zunächst: Hier sind Jona Kohlstädt (links) und Johann Beck zu sehen. In der Mitte: Niederjossas Andy Dickert.

Am Sonntag findet in Niederaula die Bürgermeister-Wahl statt. Deshalb wird das Duell zwischen der SG Niederaula/K. und der SG Festspielstadt bereits am Samstag ausgetragen.

Niederaula/Bad Hersfeld – Der Tabellenführer trifft auf den Elften – doch die Rivalität der Teams bringt eine spezielle Note ins Spiel. „Die Jungs der SG Festspielstadt können alle kicken. Das wird keine leichte Aufgabe“, weiß Daniel Orth, Trainer des Gastgebers. „Wir freuen uns aber darauf, die Serie mit einem Heimspiel fortzusetzen oder zunächst zu beenden.“

Sportlich stimmt’s bei seinem Team. 31 Punkte holte es aus 13 Spielen, von denen es zehn gewann, nur zwei Niederlagen gab es. „Unser Ziel war es, mehr Stabilität in

die Abwehr zu kriegen und nicht mehr so viele Gegentore fangen.“ Das gelang bisher: Neun musste die SGN schlucken. „Vorn haben wir fast einen Vier-Tore-Schnitt. Das ist mehr als überragend“.

Auch die personelle Situation entspannt sich bei Orths Team. „Wir haben die Erkältungsphase, in der drei bis vier Spieler fehlten, hinter uns. Bis auf den langzeitverletzten Max Schäfer sind alle an Bord.“ Der begabte Mittelfeldspieler Schäfer leidet an einem knöchernen Einriss im Knie, verbunden mit Wasser-Einlagerungen.

Doch für allzu viel Lob bekommt die SGN keine Punkte – und es ist davon auszugehen, dass der Kontrahent am Samstag ein anderes Gesicht zeigen wird als in den vergangenen Wochen. Das 1:0 im Stadtderby gegen den FSV Hohe Luft am 4. Oktober war der letzte Sieg der SG Festspielstadt – seitdem folgten zwei Punkte aus drei Partien.

„Wir haben einige Studenten und hatten viele Verletzte“, klärt Thorsten Hüter auf, „die Mannschaft hat sich zeitweise von alleine aufgestellt“, bemerkt der Trainer. Doch die personelle Lage entspannt sich auch bei seinem Team. Zwar sind Alin Zaha (Achillessehnen-Anriss) und Lars Schlensog (Verdacht auf Kreuzbandriss) langzeitverletzt – „aber es wird wieder besser. Es ist wieder mehr Zug drin“, hat der Coach beobachtet. Emma Crawford (Muskelfaserriss) und Simon Hennighausen (Bänderdehnung im Fuß) sind wieder im Training, auch Andy Rakk, der Probleme am Knie hatte, ist zurück.

Etwas zwiegespalten scheint der Coach, was die stark unterschiedlichen Leistungen angeht – trotz des personellen Notstandes. „Das ist sehr viel Kopfsache. Teilweise himmelhochjauchzend, dann läuft nichts. Manchmal kann man es sich nicht erklären. Auf der anderen Seite ist es halt so im Fußball an Tagen, an denen gar nichts geht.“

Und Hüter ist zu sehr Sportler bei der Herangehensweise an die Prüfung in Niederaula. „Wir spielen gegen den Tabellenführer. Da brauche ich meine Jungs nicht zu motivieren. Sie können zeigen, was in ihnen steckt. Wir genießen das Wochenende noch einmal.“

Von Walter Kell

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