ReserveCup: Golden Goal und Heringer Glück 

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 Timo Burghardt von Ransbachs Alten Herren gratuliert auf dem obigen Bild André Kretschmer vom Turniersieger Eiterfeld/Leimbach. 

Ransbach – Golden Goal und Heringer Glück: Nicht nur die Teams aus Eiterfeld überzeugten beim Fußball-ReserveCupturnier in Ransbach, auch andere Teams blieben im Gedächtnis. 

Hier ein Überblick 

FSG Heringen

Den dritten Platz hatte sich der von Daniel Methner trainierte B-Ligist redlich verdient. Ihren Höhepunkt erlebte die FSG, als sie im Viertelfinale den VfL Philippsthal mit 1:0 niederkämpfte. Es handelte sich nicht nur um ein Derby – es war auch das einzige Spiel des 2019er Turniers, das durch ein Golden Goal entschieden wurde.

Der Siegtreffer war sehenswert: eine Koproduktion zwischen Methner und dem Torschützen Marvin Ruch. Methner spielte einen langen Ball, Ruch machte ihn fest und legte auf den mitgelaufenen Methner ab – bis der auf Ruch querlegte. „Wir wollten Spaß haben“, sagte Ruch, „sind mit geringen Erwartungen angetreten, haben uns aber gut verkauft. Sowohl die Einzel- als auch die Teamleistung haben gepasst“.

Für seinen Keeper hatte er ein Sonderlob parat. „Max Schlosserek hat uns zwischenzeitlich den Arsch gerettet.“ Alexander Heilke, Ruch selbst und Michael Schäfer trafen beim 3:2-Sieg im Neunmeterschießen, das Platz drei brachte.

SG Sorga/Kathus

Das Team gehört zum Inventar des ReserveCups und seit 2006 trumpft es immer wieder auf in Ransbach. 2007 und 2013 gewann es, 2010 und 2016 stand es im Endspiel. Jetzt sprang Rang vier heraus. „Du glaubst gar nicht, wie ich mich freue“, meinte Hasan Türksal, der zum besten Torwart des Turniers gewählt wurde und die Trophäe dafür in Händen hielt. „Diese Auszeichnung ist ’ne schöne Sache.“ Entscheidend bedankte er sich bei seinem Team. „Wir haben Charakter gezeigt und diszipliniert gespielt.“

SG Ober-/Untergeis

Zunächst sah es so aus, als würde die SG nicht teilnehmen können – dann aber half sie Ransbachs Organisatoren und machte doch mit. Und kam bis ins Viertelfinale, als sie der SG Sorga/Kathus unterlag. „Wir sind super zufrieden“, formulierte Michael Altenburg, der selbst mitkickte. „In der Vorrunde hatten wir ’ne Not-Truppe, heute hat uns der Spaß weit gebracht.“ Eine geschlossene Mannschaftsleistung kam heraus, bei der Keeper Nahim Ahmed zwei Strafstöße hielt. Marcel Wientges und Attapol Glindkajorn verletzten sich und konnten im Viertelfinale nicht mehr mitmachen.

Ransbach Alte Herren

Sie durftten sich durchaus etwas ausrechnen beim 2019er-Wettbewerb – ihr Pech war, dass sie im Viertelfinale auf den Turniersieger Eiterfeld/Leimbach trafen. Da waren sie dem Sieg nahe, zogen aber nach einem Missverständnis mit 1:2 den Kürzeren. Dennoch machte das runderneurte Team Spaß.

SG Hülsa

Auf 23 Teilnahmen bringt es die SG Hülsa aus dem Knüll, beim ReserveCup, 1999 gewann sie und stand viermal im Finale – jetzt führt sie die Ewige Tabelle an. Mit 20 Punkten vor dem VfL Philippsthal, der mit seinen „Recken“ in diesem Jahr lange begeisterte. Zwischen letztgenanntem Team und dem Sechsten der Ewigen Tabelle, den Alten Herren des TSV Ransbach, liegen nur zwölf Punkte.

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