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Handball: Remis soll Trendwende für den TVH einläuten

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Vier Tore vom Kreis: Auf Rückkehrer Marc Förtsch war am Samstag Verlass.
Vier Tore vom Kreis: Auf Rückkehrer Marc Förtsch war am Samstag Verlass. © Friedhelm Eyert

Es war der Schritt in die richtige Richtung: Dank einer konzentrierten kämpferischen Leistung und dank der Einsätze von Marc Förtsch und des reaktivierten Torhüters Sascha Kepert gelang dem TV Hersfeld eine faustdicke Überraschung.

Bad Hersfeld/Guxhagen - Die so verstärkte Mannschaft der Lullusstädter setzte am Samstag beim 23:23-Unentschieden beim Landesligaspitzenreiter Körle/Guxhagen ein Ausrufezeichen. Sicherlich kam den Gästen entgegen, dass der Tabellenführer ersatzgeschwächt war. Vier Stammspieler fehlten, darunter auch Regisseur Eugen Gisbrecht. Es war also durchaus verständlich, dass sich die Hausherren einige Fehler leisteten. Das soll aber den Erfolg der Hersfelder nicht schmälern. Denn die hatten bereits im Hinspiel dem Tabellenführer ein knappes Resultat abgetrotzt und nur 23:27 verloren – und da waren Gisbrecht und auch die anderen mit von der Partie.

Hätte der TV Hersfeld diesmal erneut sang- und klanglos verloren, wären wahrscheinlich personelle Konsequenzen unausweichlich gewesen. Christian Weiß lässt durchblicken, dass er dann wahrscheinlich nicht mehr Trainer gewesen wäre: „Ich hätte den Rückhalt nicht mehr gehabt.“

Nicht nur aus diesem Grund war es wichtig, dass zwei Rückkehrer mit von der Partie waren. Und in entscheidenden Phasen Rückhalt gaben. Bei Marc Förtsch war am Samstag der Muskelbündelriss in der Wade ausgeheilt. Der Kreisläufer sorgte nicht nur für wichtige Tore, sondern war auch erneut eine tragende Säule in der Abwehr. „Es war eine bravouröse kämpferische Leistung“, sagt der 27-Jährige. „Wir haben heute nicht nur für uns, sondern auch für den Trainer gespielt.“

Freute sich über den überraschenden Punktgewinn: TVH-Trainer Christian Weiß.
Freute sich über den überraschenden Punktgewinn: TVH-Trainer Christian Weiß. © Richard Kasiewicz

Verstärkung Nummer zwei stand zwischen den Pfosten, Sascha Kepert zeigte in der Schlussphase der Partie in Guxhagen, was er kann. „Ich bin am Donnerstag erst gefragt worden, nachdem Marius Wasem krankheitsbedingt absagen musste. Aber ich habe zugesagt, obwohl ich derzeit wegen Schichtbetrieb nicht im Training bin“, sagt der 39-Jährige, der noch Trainer bei der Damenmannschaft der HSG Waldhessen ist und der letztmals vor zehn Jahren beim TVH aktiv war. An diese Zeit erinnert ihn noch eine leere Flasche Energydrink mit der Mannschaft auf dem Etikett. „Die habe ich mir zur Erinnerung aufgehoben. Die mach’ ich mir manchmal voll. Aber da ist dann keine Energielösung mehr drin.“ Der Keeper lobt die starke kämpferische Leistung der Mannschaft. Und die Reaktionssicherheit von Niklas Kürten, der am Samstag die Nummer eins zwischen den Pfosten war. Der Youngster hatte in der ersten Dreiviertelstunde der Partie seine Sache sehr gut gemacht. „Ohne Niklas hätten wir hoffnungslos im Rückstand gelegen“, sagt Kepert, der hofft, dass Wasem bald wieder fit ist: „Dann sollen die beiden wieder spielen. Ihnen gehört die Zukunft.“ Kam hinzu, dass der TVH in dieser Woche gut trainiert hatte. Und so auch Spieler wie Andreas Krause, Philipp Koch und Lukas Berger einige wichtige Tore warfen. In der Schlussphase hätte der TVH seine Aufholjagd sogar mit dem Siegtreffer krönen können. Aber der entscheidende Ball wurde vertändelt. Nicht nur Kepert und Förtsch hoffen, dass das Remis eine Trendwende zu weiteren Erfolgen einläutet. Es soll weiter aufwärts gehen beim TV Hersfeld, der ein Wochenende Pause genießen darf. Erst am 5. Februar müssen die Hersfelder im Kellerduell zum Schlusslicht Wollrode fahren.

Rückkehrer: Der 39-jährige Sascha Kepert zeigte einige gute Paraden.
Rückkehrer: Der 39-jährige Sascha Kepert zeigte einige gute Paraden. © Friedhelm Eyert

Der Kontrahent gehört zur Kategorie der schlagbaren Gegner. Wollrode spielt übrigens in derselben Halle wie Spitzenreiter Guxhagen. „Ich hoffe doch, dass das ein gutes Zeichen für uns ist, nachdem wir dort jetzt ein Unentschieden geholt haben“, sagt Förtsch.

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