Tischtennis-Hessenliga: TTC Lax und TV Heringen trennen sich im Derby 8:8

Ein Punkt, der nicht hilft

Lobte den „siebten Mann“: Der Laxer Nico Beck schwärmte vor allem von den Zuschauern.

Bad Hersfeld. Spannender geht es kaum noch: Im Derby der Tischtennis-Hessenliga trennten sich der TTC Lax und der TV Heringen am Samstagabend 8:8-Unentschieden. Nach knapp vier Stunden Spielzeit siegten die Laxer Mike Walther und Marc Hannes im Enddoppel klar mit 3:0 und sicherten ihrem Team damit einen Punkt.

Beide Mannschaften gingen ohne Punkt ins Derby, Heringen musste außerdem noch auf Tonetas Domeika verzichten. Für ihn rückte Maximilian Rühlmann in die Mannschaft. „Da Domeika gefehlt hat, haben wir uns mit Heringen auf Augenhöhe gesehen“, erzählte der Laxer Nico Beck nach dem Spiel. Und sein Teamkollege Walther fügte hinzu: „Aufgrund dieser Konstellation hätten wir durchaus gewinnen können.“

Dass daraus nichts wurde, lag vor allem an zwei Heringern: Viktor Ertel und Willi Weritz. Ertel rückte für Domeika an Position zwei und zeigte eine starke Leistung. Er besiegte die Walther und Hannes klar mit 3:0 und 3:1. Weritz machte es da schon spannender: Beide Spiele gewann er denkbar knapp mit 3:2, brachte die Spieler des TTC Lax aber mit seiner starken Defensive zur Verzweiflung.

Am Ende konnten zumindest die Laxer mit dem Punkt leben. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das Unentschieden war gerecht“, bestätigte Hannes. „Besonders schön ist, dass jeder unserer Spieler im Einzel oder Doppel mindestens einen Punkt geholt hat. Der Punkt war eine Mannschaftsleistung“, lobte Hannes seine Kollegen.

Weiterhin fiel – wieder einmal – die starke Stimmung in der kleinen Halle des TTC auf. „Die Zuschauer waren der siebte Mann für uns, sowas habe ich noch nie erlebt“, zeigte sich Beck begeistert. Auch Walther war sprachlos: „Diese Atmosphäre kann man nicht in Worte fassen.“ Über den ganzen Abend hinweg hallten laute Lax-Sprechchöre der knapp 100 Fans durch die Halle.

Enttäuschte Gäste

Bei den Heringern war die Stimmungslage nach dem Spiel hingegen deutlich schlechter. Kaum ein Spieler war zu einer Stellungnahme bereit, lediglich Maximilian Rühlmann fasste seinen Frust in Worte: „Natürlich sind wir enttäuscht. In einem Derby möchte man immer gewinnen.“

Am Ende steht ein Punkt für beide Teams zu Buche, der keinem wirklich weiterhilft. Drei Punkte fehlen sowohl Lax als auch Heringen bereits auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Während man beim TTC aber schon vor der Saison mit dem Abstieg rechnete, waren die Heringer zuletzt optimistisch: „Wer gegen Lax nicht gewinnt, wird es in der Hessenliga schwer haben“, befand Heringens Teamchef Dr. Stefan Rühlmann vor der Partie. Auch für Heringen scheint es somit schwer zu werden.

Von Kevin Hildebrand

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