22. Lollslauf

Plan B im Kurpark hat sich bewährt

Wie verhext: Mit feuerroten Haaren waren die Mannschaftsläuferinnen des Teams „Feuer und Flamme“ unterwegs und sicherten sich in der Teamwertung der Frauen über die zehn Kilometer den Sieg. Nach einem Jahr Pause waren ihre Wettbewerbe wieder im Programm.
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Wie verhext: Mit feuerroten Haaren waren die Mannschaftsläuferinnen des Teams „Feuer und Flamme“ unterwegs und sicherten sich in der Teamwertung der Frauen über die zehn Kilometer den Sieg. Nach einem Jahr Pause waren ihre Wettbewerbe wieder im Programm.

Während beim Virtuellen Lollslauf noch bis Ende des Monats gelaufen werden kann, sind die Präsenzveranstaltungen abgeschlossen. Sechs Rennen, knapp 1500 Teilnehmer und etwa 170 fleißige Helfer lauten die Zahlen. Was sonst auffiel? Eine kleine Bilanz.

Heinz Bades wärmende Hand

Zugegeben: Es gibt Kreativeres als über das Wetter zu schreiben, in diesem Fall muss man es aber erwähnen. Wie so oft in den vergangenen Jahren hat es auch dieses Mal gestimmt, vormittags herrschten zum Teil zwar kühle Temperaturen, spätestens mittags aber gab es Sonnenschein. „Heinz Bade hält die wärmende Hand über uns“, sagte Olaf Podszuweit, der als ehemaliger Orga-Leiter und neuer Laufwart des SC Neuenstein im Zielbereich am Mikrofon stand und erinnerte damit an den Initiator des Lollslaufs, der vor 15 Jahren mit nur 59 Jahren verstarb.

Der Nachwuchs ist begeisterungsfähig

Computer, Fernseher, Spielekonsole: Dass es auch für junge Menschen mehr als diese Freizeitbeschäftigungen gibt, haben zahlreiche junge Läufer an allen Wettkampftagen bewiesen. Das erste Wochenende zählte etwa 350 Starter und auch über die fünf und zehn Kilometer waren eine ganze Reihe Nachwuchsläufer dabei.

Die Mannschaftsläufe bleiben beliebt

Nichts an Beliebtheit eingebüßt haben die Mannschaftsläufe, die im vergangenen Jahr cornabedingt ausfallen mussten. 36 Teams waren am Samstag, 27 am Sonntag am Start und auch so einige Zuschauer sah man im Kurpark und am Rande der Strecke stehen. Zum Teil kostümiert und mit spürbar guter Laune stand für viele Teilnehmer wie in den Vorjahren nicht unbedingt die Leistung, sondern der Spaß an oberster Stelle.

Der Kurpark – ein guter Plan B

Natürlich lässt sich der diesjährige Lollslauf nicht mit dem in der Innenstadt vergleichen, was die Organisation und die Betreuung angeht, stand der #lollslaufmalanders dem Klassiker aber in nichts nach. Ob beim Start oder im Ziel, bei der Startnummernausgabe oder der „3G“-Kontrolle: Erneut haben die Organisatoren des SC Neuenstein gezeigt, wie es geht und das Wettkampfzentrum im Kurpark als „Plan B“ hat sich absolut bewährt.

Naturschutz und Laufen funktioniert

Beim Virtuellen Lollslauf hatte der SC Neuenstein zum „Plogging“, der Verbindung von Müll sammeln („plocka upp“ heißt auf Schwedisch aufheben) und Jogging, aufgerufen und bereits jetzt, zur Halbzeit, ist dem Ruf eine Reihe von Läufern gefolgt. „Wir haben auch schon erste Fotos bekommen“, verrät Heide Aust von der Sportagentur Speed und verspricht, dass diese im Internet hochgeladen werden. Bis Ende Oktober ist die Teilnahme am Virtuellen Lollslauf noch möglich. Teilnehmer können sich kostenlos unter www.lollslauf.de anmelden.

Traurige Nachricht überschattet Freude

Am frühen Sonntagabend ereilte die Organisatoren des Lollslaufs nach all der Freude eine traurige Nachricht: Winfried Aufenanger, langjähriger Sprecher und Förderer des Lollslaufs, ist nach langer schwerer Krankheit gestorben. Mit ihm verliert die Lollslauf-Gemeinschaft die zweite bedeutende Person innerhalb weniger Wochen. Ende August war Werner Damm, Sportredakteur des Hessischen Rundfunks sowie langjähriger Lollslauf-Moderator, an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben.

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