Piloxing-Kurse im Internet kommen gut an

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Piloxing@home: Helena Rüger, Fitnesstrainerin aus Ludwigsau, hat aus der Not eine Tugend gemacht. Ihre Kurse überträgt sie zweimal pro Woche im Internet. 

Videoschalte statt Kursraum heißt es für die 22-jährige Helena Rüger aus  Ludwigsau, wenn sie zweimal in der Woche zum Home Workout bittet. Sie ist Piloxing-Trainerin.

Einfallsreichtum statt Kopf in den Sand: Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie haben so manchen Sportler kreativ werden lassen. Neue Formen des Trainings wurden ausprobiert und haben sich teilweise als echte Alternative erwiesen. Genau diese Erfahrung machte auch Helena Rüger - ihre Piloxing-Kurse bietet sie inzwischen erfolgreich online an.

Videoschalte statt Kursraum heißt es für die 22-Jährige, wenn sie zweimal in der Woche zum Home Workout bittet. Damit ist sie nicht die einzige in der Region. Auch Yogalehrerin Eva Proschinger, Kampfsport-Weltmeister Michael Möller oder Fußball-Trainer Markus Pflanz haben sich in den vergangenen Wochen mit verschiedenen Angeboten im Internet präsentiert.

Der Anstoß für die Kurse sei in ihrem Fall von zentraler Stelle gekommen, erzählt Rüger. Seitens der offiziellen Internetplattform, auf der sie als zertifizierte Piloxing-Trainerin immer wieder neue Choreografien vorgegeben bekommt, sollten Online-Kurse ermöglicht werden. Geklappt habe das allerdings bis heute nicht, sagt sie und lacht. Deshalb habe sie sich einfach selbst darum gekümmert und ein eigenes Angebot geschaffen.

Aus den eigenen vier Wänden in Ludwigsau-Reilos bietet sie ihre Übungsstunden quasi deutschlandweit an. Neben „alten Piloxing-Hasen“, die sonst die Kurse in Bad Hersfeld und Oberellenbach besuchen, seien nun auch einige Freundinnen, die auswärts studieren, regelmäßig dabei.

Weil die Kurse so gut angenommen werden, möchte Rüger trotz Corona-Lockerungen erst einmal weitermachen. Denn obwohl vor allem die Technik, sprich eine stabile Internetverbindung und eine gute Verständlichkeit, anfangs eine kleine Hürde waren, bringe diese Form des Trainings in ihren Augen auch gewisse Vorteile mit. Zum einen natürlich die räumliche Flexibilität, zum anderen die Anonymität.

„Ich bin jederzeit für alle Teilnehmer zu sehen, ob sie ihre Kameras ein- oder ausschalten, kann aber jeder für sich entscheiden“, erklärt sie. Vor allem bei Anfängern würde damit die Hemmschwelle sinken - was positiv sei, auch wenn ihr selbst das unmittelbare Feedback der Gruppe lieber wäre.

Unter anderem deshalb freut sie sich darauf, demnächst zusätzlich auch wieder „echte“ Kurse zu starten. Unter Einhaltung aller Auflagen versteht sich und vielleicht auch nicht (nur) in der Halle, sondern im Freien. Neben gewöhnlichem Piloxing hat Rüger dann übrigens auch etwas Neues im Programm: BootyBuilder, ein neues Workout, das sich speziell auf die Formung der Po-Muskulatur konzentriert.

Von Kristina Marth

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