Philippsthals Mike Eisengardt: „Müssen klar in der Birne bleiben“

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Hoch, höher, Mike Eisengardt: Der Kapitän des VfL Philippsthal ist hier im Spiel gegen die SG Ausbach/Friedewald in einem Kopfballduell obenauf.  

Philippsthal. Auch die Fußballer der A-Ligen haben den ersten Teil der Saison hinter sich. In der Kreisliga A2 dominiert der VfL Philippsthal. Ein Interview mit Mike Eisengardt.

Nach 17 von 28 Spielen führt der VfL souverän die Tabelle an – neun Punkte liegt er, bei einem weniger ausgetragenen Spiel, vor dem Zweiten Ausbach/Friedewald. 

Was soll bei diesem Vorsprung noch schiefgehen?

Mike Eisengardt: Wir haben noch einen Haufen Spiele, da kann noch einiges schiefgehen. Es kommt vor allem darauf an, wie wir aus der Winterpause kommen. Der März ist extrem.

Wie meinen Sie das?

Eisengardt: Wir spielen noch zweimal gegen Wölf, haben die Aufgaben gegen Schenklengsfeld/Rot./Wipp. und in Unterhaun vor uns. Wenn wir den März überstehen, kann kaum noch was schiefgehen.

Wer oder was soll den VfL noch stoppen?

Eisengardt: Definitiv unser Kopf. Wenn ein Spieler anfängt durchzudrehen, dann funktioniert es nicht. Wir müssen klar in der Birne bleiben. Es waren genügend knappe Spiele dabei, in denen wir mit einem blauen Auge davongekommen sind.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr scheint Ihr Team genügend gefestigt – oder?

Eisengardt: Ja, zuletzt hatten wir ja ’ne junge Truppe – im Sommer haben wir einige erfahrene Spieler hinzubekommen. Dennis Schneider, der jetzt 30 wird, tut uns gut. Torwart Philip Stunz macht den Mund auf und führt neben mir die Jungs. Das macht Spaß.

Der VfL hat erst acht Gegentore bekommen. Was macht Ihr Team so stark?

Eisengardt: Die Geschlossenheit. Auch neben dem Platz passt es. Hannes Bauer und Joachim Wagner sind ein perfektes Pärchen in der Innenverteidigung, Daniel Ruch hat die Linksverteidiger-Position für sich entdeckt. Es würde uns für die Zukunft aber guttun, die Torchancen zeitig zu nutzen. Vielleicht hilft uns dabei auch André Zimmermann, der nach seinem Kreuzbandriss wieder einsteigt und ein gefühlter Neuzugang ist.

Sie sind im dritten Jahr Kapitän des VfL. Wie muss man sich Ihr Amt vorstellen?

Eisengardt:Ich fühle mich als verlängerter Arm und zentraler Ansprechpartner unseres Trainers Gerd Ruch. Ich versuche, die jungen Spieler zu pushen. Wenn man so will, bin ich das Sprachrohr der Mannschaft. Ich spiele jetzt defensiver als früher: neben Steffen Dreher, der sich einen Innenbandriss zugezogen hat, auf der Sechs.

Der Region im Werratal würde ein Aufstieg Philippsthals doch guttun?

Eisengardt: Ja, hier ist ja nicht mehr so viel. Von unseren Nachbarn spielt nur Hohenroda höherklassig, dieses Derby hätten wir gerne wieder. Unser Verein ist vor zehn Jahren unter Steffen Edel als Trainer letztmals aufgestiegen. Das Wort „Meisterschaft“ nehme ich aber noch nicht in den Mund.

Wie schafft es der VfL Philippsthal, so breit aufgestellt zu sein im Vorstand – und nach wie vor, auch im Nachwuchs, eigenständig zu sein?

Eisengardt:Wir haben fast ausschließlich Philippsthaler Jungs. Unser Coach ist ruhig und sachlich, er hält uns bei Laune und lässt keinen überschwänglich werden. Und wie das der Vorstand hinkriegt, sich zu engagieren und alles zu organisieren, das ist klasse. Auch unser Stadionsprecher Christian Prieß verdient ein Extra-Lob. Die Stimmung, die er erzeugt, hält viele Zuschauer am Platz. Für uns ist es selbstverständlich, dass die Spieler nach dem Spiel Thekendienst übernehmen.

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