Philippsthal kassiert erste Niederlage in Ausbach

+
David André Hugo (in Grün), Ausbach/Friedewald, im Spiel gegen Philippsthal - hier mit Tim Ruch.

Ausbach. Erste Saison-Niederlage des Klassenprimus VfL Philippsthal in der Fussball-Kreisliga A2. Mit 1:2 (0:0) unterlag das Ruch-Team beim alten Widersacher SG Ausbach/Friedewald.

Unterm Strich erwischte der Gast nicht nur einen gebrauchten, sondern aus personeller Sicht verhängnivollen Tag. Nacht acht Minuten waren im VfL-Strafraum Joachim Wagner und SG-Akteur Silas Reinmöller zusammenprallt. Minutenlang blieb Wagner regungslos liegen, bangten Mitspieler und Zuschauer um den Abwehrspieler, der mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und HWS-Verletzung per Krankenwagen abtransportiert wurde.

Dadurch und aufgrund anderen Verletzungspausen dauerte die erste Hälfte so 67 (!) Minuten, in der die Gäste anfangs, trotz des Schocks, etwas zielstrebiger wirkten. Doch die gegen die von Manuel Schmidt organisierte SG-Abwehr vorgetragenen, schnellen Angriffe, verpufften. Philippsthal nutzte die freien Räume nicht, spielte zu kompliziert und ungenau, sodass sich kaum nenneswerte Gefahr für die SG ergab. Die kamen, angetrieben von David André Hugo, ihrerseits langsam auf Betriebstemperatur und setzten Nadelstiche. So durch Leon Langhans (16.) per Distanzschuss oder Reinmöller, der Hugos feinen Pass in den freien Raum nicht nutzte (35.) Ein Kopfball des umsichtigen VfL-Abwehrtalents Hannes Bauer, der Julian Kempka im SG-Tor vor kein Problem stellte, beendete die erste Halbzeit.

Gastgeber mit Dampf

Mit Power kam Ausbach/Friedewald aus der Pause und nutzte gleich die erste Chance durch Hugos strammen 16.-Metern-Schuss gegen die unsortierte VfL-Abwehr zum 1:0 (51.).

Das gab ihrem Spiel Sicherheit und da zudem besser verschoben wurde, biss sich der VfL danach an der Abwehr die Zähne aus, verdiente sich die SG die Führung. Eine Führung, die Tobias Hellmann mit herrlichem Drop-Kick aus 20 Metern nach einer Ecke zum 2:0 (75.) ausbaute. Davon erholte sich der VfL, trotz aller Bemühungen, nicht mehr. Zwar rollten viele Angriffe aufs aufs Tor der Gastgeber, aber es langte nur noch zum 1:2 (87.). Der beste Akteur auf dem Platz, VfL-Dreh- und Angelpunkt Tim Ruch, zeichnete dafür aus 18 Metern verantwortlich.

SG Ausbach/Friedewald: J. Kempka- Krause, M. Schmidt, Zaha, Cilgin, Langhans, Hugo, Reinmöller, Hellmann, J. Schmidt (30. F. Kempka), Musicki

VFL Philippsthal: Stunz- (60. Wrobel), Meier, Wagner (8. D.Ruch), Baptistelle, Scheel, Eisengart, Bauer, Ruch, Stiebin (78. Michels), Schneider, Mohr

SR.: Kemmler (Niederaula)

Z.: 200 Tore: 1:0 Hugo (51.), 2:0 Hellmann (75.), 2:1 T. Ruch (87.)

Von Michael W.Rimkus

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare