Handball-Landesliga Frauen: Schlusslicht bei FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra

Die Pflichtaufgabe lösen

Wieder Oberwasser: Daniela Andrei und ihre Nebenleute von der FSG sind gegen Ost-/Mosheim/Malsfeld in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Am Sonntag wollen sie in Bebra die nächste Hürde nehmen. Foto: Walger

Rotenburg. Die Landesliga-Handballerinnen der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra empfangen am Sonntag um 16.30 Uhr in Bebra Schlusslicht HSG Hoof/Sand/Wolfhagen. „Als wir das letzte Mal in Bebra gespielt haben, war die Stimmung richtig gut. Darauf freue ich mich auch jetzt wieder. Ich denke, das ist ein gutes Pflaster für uns“, kann FSG-Coach Matthias Gerlich dem ungewohnten Spielort viel Positives abgewinnen.

Rein sportlich nähert sich sein Team langsam aber sicher den Wochen der Wahrheit. Die vermeintlich entscheidenden Spiele stehen unmittelbar bevor. „Uns erwartet bekanntlich ein heißer Februar, sodass wir jetzt so langsam schon in die Strümpfe kommen müssen.“

Gegner ohne jeden Druck

Entsprechend große Bedeutung hat deshalb für ihn auch das Spiel gegen den krassen Außenseiter aus dem Nordwesten Hessens. Durch dessen überraschend hohen 32:18-Erfolg über Kirchhof sind die Gastgeberinnen durchaus gewarnt. Dieser Sieg – der zweite seit Anfang Dezember – wurde sogar ohne die zum Teil sehr talentierten A-Jugendlichen erreicht, auf die die HSG nicht immer zurückgreifen kann. Eine dieser Spielerinnen ist Rückraumschützin Annika Neurath. Von ihr hält Gerlich besonders viel. Und er ahnt: „Die können bei uns völlig frei aufspielen.“

Trotzdem: Seine FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra hat natürlich viel größere Ambitionen als der um den Klassenerhalt ringende Gegner. Genau das will der Tabellenzweite auch spielerisch demonstrieren, nachdem er sich schon im Hinspiel keine Blöße gegeben hatte.

Noch bis Mitte Februar will Gerlich seine Schützlinge - auf deren ausdrücklichen Wunsch - gleich dreimal pro Woche ins Training bitten.

Neue Dinge erarbeitet

Dort hat sich die FSG im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben neue Dinge erarbeitet, die am Wochenende unter Wettkampfbedingungen getestet werden sollen.

Ohne das letzte Risiko – versteht sich. „Wir haben das vegangene Jahr mit unserer Heimniederlage gegen Datterode, das in einer ähnlichen Situation war wie Hoof, noch im Kopf. Das darf natürlich nicht wieder passieren, wenn wir oben dranbleiben wollen“, erklärt Gerlich. Und er vertraut darauf, dass sich seine Spielerinnen seither weiterentwickelt haben. Der Favorit wird in Bestbesetzung antreten und sollte diese Pflichtaufgabe erfüllen.

Von Andreas Köhler

Quelle: HNA

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