ReserveCup: TSV Ransbach erwartet den 100. Teilnehmer – erkrankter Bürgermeister

Pech im „Hitchcock-Duell“

ransbach. Es dauert noch zwei Jahre bis der ReserveCup seinen 25. Geburtstag feiert. Ein anderes Jubiläum steht in Kürze bevor: das des 100. Teilnehmers. 99 machten bisher mit beim Hallenfußballturnier des TSV Ransbach. Dass es zunehmend schwieriger wird, das Feld mit 40 Mannschaften zu bestücken, liegt wegen der immer geringer werdenden Anzahl an Mannschaften und Spielern im lokalen Fußball auf der Hand. In den nächsten beiden Jahren wolle man es auf jeden Fall noch versuchen, den Wettbewerb mit 40 Teams zu starten.

Das bestätigte Andi Bittorf, Vorstandsmitglied des TSV und der eigentliche Kopf des ReserveCups, ebenso wie sein Vorgänger Thorsten Burghardt. Der war am Finaltag in der Halle präsent – wie auch sein einstiger Mitstreiter Thomas Köhler und der Gründer des ReserveCups, Anton Kolep. Sie erlebten, dass es für die Teams des Gastgebers dieses Mal kein Happy End gab.

Das tat weh

Es tat weh, wie die FSG Hohenroda daran scheiterte, ihren Titel zu verteidigen. All ihre acht Spiele hatte sie gewonnen und 37:6 Tore herausgeschossen, bis es in der Vorschlussrunde zum Hitchcock-Duell mit Turniersieger Philippsthal kam.

Die FSG aber fand gegen den VfL nur schwer ins Spiel, immerhin glichen Patrick Schleinig (nach toller Vorarbeit des stark verbesserten Philip Mosebach) und Felix Heinemann zweimal aus – und belohnten die FSG für ihren Kampf vor eigenem Anhang. Pech war im Spiel, als Philippsthals überragender Keeper Christoph Voland in der Verlängerung Schleinigs Eins-gegen-Eins-Chance zunichte machte. Ehe das Aus für die FSG im Neunmeter-Schießen kam.

Zweiter lokaler Aspekt aus Hohenrodas Sicht: Zu glauben, die Alten Herren des TSV Ransbach hätten mehr erreichen können als das Achtelfinale, der hätte unterschlagen, dass die biologische Uhr unaufhaltsam tickt.

Und dennoch: Die betagten Kicker verschenkten es ein Stückchen weit, doch noch einmal ins Viertelfinale einzuziehen. Zum Start der Zwischenrunde begingen sie einfache Fehler im Spielaufbau und luden den 1. FC Gershausen quasi dazu ein, mit 2:0 in Front zu gehen. Richard Berk verkürzte, und selbst nach dem 1:3 hatten es die Alten Herren in Kopf, Hand und Fuß, noch auszugleichen. Eine Überzahl verspielten sie, Chancen ließen sie liegen.

Ehe sie im Vergleich mit Derby-Charakter dem jungen Team der SG Ausbach/Friedewald deren Grenzen aufzeigten. Ransbachs Alte Herren spielten cleverer, besonnener, schalteten ihren Kopf ein – und siegten nach Mario Ruchs plaziertem Linksschuss und „Ralle“ Burghardts weisem Treffer, der an vergangene Tage erinnerte, mit 2:1. Hüseyin Sahins Anschluss war zu wenig aus Sicht der SG.

Beim abschließenden 0:6 gegen die FSG war für die Alten Herren nichts mehr drin – der Altersunterschied versperrte den Weg ins Achtelfinale. Ein Funken Hoffnung bleibt: Vielleicht wäre mit André Stenda mehr möglich gewesen. Hohenrodas Bürgermeister, mit 28 Jahren ein „junger Spund“, fehlte erkrankt. SPLITTER

Von Walter Kell

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