Handball/Oberliga: Nächstes Spiel für Eitra/Oberhaun am 12. Februar in Reinheim

Pause kommt gerade recht

Musste sich am Samstag das Trikot überstreifen: Jörg Ley, Trainer der HSG Eitra/Oberhaun. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Die Pause kommt der HSG Eitra/Oberhaun gerade recht. Weil am kommenden Wochenende nur ein Rumpfprogramm in der Handball-Oberliga mit drei Begegnungen ausgetragen wird, genießen die Haunecker ein freies Wochenende. Sie sind erst wieder am Sonntag, dem 12. Februar, an der Reihe. Dann geht die Reise in die Mehrzweckhalle nach Spachbrücken bei Dieburg. Gegner ist dort der Tabellensiebte TV Reinheim (Beginn 18 Uhr).

Jörg Ley hofft, dass dann Andreas Krause wieder einsatzfähig ist. Weil der Rückraumspieler am Samstag bei der 22:30-Niederlage gegen Gelnhausen krankheitsbedingt fehlte - es war das erste Mal seit über zwei Jahren, wie sein Vater Günther anmerkte - musste der Coach selbst wieder das Trikot überstreifen.

Denn schon durch den Ausfall von René Hermann bestand große Personalnot. Dass die ordnende Hand des Rückraumspielers an allen Ecken und Enden fehlte, bekam die HSG deutlich zu spüren. Anspiele an den Kreis, wo Sebastian Köhler lauerte, oder Rückraumwürfe fanden gegen die Gelnhäuser Deckung, in der Spieler mit Gardemaß standen, nicht ihr Ziel.

Hermann denkt ans Aufhören

Hermanns Verletzung stellte sich als Bruch einer Rippe auf der linken Seite heraus. Der Ex-Trainer und Rückraumspieler übernahm in Absprache mit Ley auch die Führung auf der Bank.

„Es ist schon ein verdammt schlechtes Gefühl, wenn man draußen sitzen muss und den Jungs nicht helfen kann. Aber die Niederlage gegen Gelnhausen fiel nicht arg so heftig aus. Mit 30 Gegentoren kann man leben“, meinte Hermann, der nach seiner Verletzung jetzt endgültig ans Aufhören denkt. „Mit dem Rippenbruch war’s dann wohl mit Handball. Ich muss jetzt an meine Gesundheit denken.“, sagte der Rückraumspieler, der bereits nach der vergangenen Serie die Schuhe an den Nagel hängen wollte, sich aber noch einmal überreden ließ.

Neuzugang Boze Balic konnte auf der halblinken Seite noch kein gleichwertiger Ersatz sowohl für Hermann als auch für Krause sein. Das größte Problem des Kroaten ist jetzt, dass er ohne Harz an den Händen spielen muss. „Das ist tatsächlich ein ganz anderes Werfen“, fügte Ley an.

So war klar: Die HSG trat gegen Gelnhausen nur als Außenseiter an. Sebastian Köhler verschwendete aber daran keine Gedanken. „Wir geben uns vorher nicht auf, das kommt nicht in Frage.“ Kampf zeigte die HSG trotzdem. „Wenn wir verlieren, dann wenigstens so, dass wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen können,“ sagte Simon Streckhardt.

Von Hartmut Wenzel

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