Saison 2021 soll im Juni beginnen

Tennis: Sorge um Modus und Mannschaftsrunde

Wie im Vorjahr soll die Teamtennis-Runde 2021 im Juni beginnen. Nahezu alle Vereine können gut mit dem späteren Start des Wettspielbetriebs leben.

Hersfeld-Rotenburg – Bernd Becker, Tennisvorstand des TSV Kalkobes, hat Bedenken: „Das sind letztlich nur Perspektivdaten“, sagt er. Zum einen, da die Erfahrung des Vorjahrs zeigt, dass sich langfristige Planungen nicht lohnen und die Verspätung somit den Terminkalender der Klubs kaum beeinflusst. Zum anderen werden einige Anlagen witterungsbedingt etwas später fertig als sonst.

Bernd Becker, TSV Kalkobes

Allen voran hat der TC Blau-Weiß Bad Hersfeld schon am heutigen Dienstag die Plätze spielbereit. Doch noch gilt bis mindestens 2. Mai Spielverbot. Und schließlich wolle sich niemand „durch Leichtsinnigkeit infizieren“, mahnt RW Rotenburgs Vorsitzender Karl-Heinz Lies. Er erwartet zudem eine „differenzierte Betrachtung“ des Tennissports, denn dieser sei insbesondere im Freien „eine extrem verträgliche Sportart unter Corona-Bedingungen“. Dem pflichtet auch der Vorstand Verwaltung des TC Johannesberg, Oliver Woschek, bei: „Der Spielbetrieb ist für die Vereine und den Tennissport enorm wichtig – natürlich unter Erfüllung aller erforderlichen Auflagen.“ Der Hessische Tennisverband (HTV) rät daher den Klubs, sich zusammenzuschließen und an den Landkreis heranzutreten. „Wir stimmen uns derzeit mit anderen Vereinen vor Ort ab“, so Woschek.

Karl-Heinz Lies, Rot-Weiß Rotenburg

Gemein ist allen Vereinen die Hoffnung, dass eine Teamtennis-Runde zustande kommt. Auch halten es die meisten Vorstände für denkbar, die Ligaspiele coronabedingt ohne Doppel zu absolvieren. Denn diese waren in den vergangenen Monaten hessenweit untersagt. „Alles ist besser, als nichts zu machen“, sagt etwa Michael Brandau, Vorsitzender des TC Ronshausen.

Alle Klubchefs messen den Doppeln jedoch einen besonderen Stellenwert bei, sowohl im sportlichen als auch im gemeinschaftlichen Sinne. Kurt Stang, Tennisleiter in Niederaula, und Oliver Woschek schlagen daher vor, mittels kurzfristiger Coronatests Doppel zu ermöglichen.

Oliver Woschek, TC Johannesberg

Wie Stang befürchtet auch Breitenbachs Vereinsvorsitzender Walter Willhardt, dass ohne Doppelspiele vor allem Seniorinnen- und Seniorenteams Ü60 noch kurzfristig zurückziehen könnten. Deshalb ist sich Willhardt sicher: „Man wird die Medenrunde nicht ohne Doppel spielen.“

Für Philippsthals Sportwart Carsten Wiegand ist eine Spielrunde ohne Doppel weder sinnvoll noch denkbar. Das sieht auch Bernd Becker so: „Eine Medenrunde ohne Doppel würde das System aushebeln.“ Und Oberaulas Tennisvorstand Sissy Sepp spricht wohl allen Tennisspielerinnen und -spielern aus der Seele: Unabhängig vom Spielmodus werde diese Wettspielrunde „leider nicht so schön und unbeschwert wie früher“. Fotos: wiegand/ar, privat (2)

Von Mark Sleziona

Rubriklistenbild: © Torsten Wiegand

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