Stimmen zum Handball-Derby TV Hersfeld gegen TG Rotenburg

Nolte lobt Fynn Reinhardt

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Bringt viel Talent mit: Hersfelds Fynn Reinhardt.

Bad Hersfeld. Der Titelkampf in der Handball-Landesliga Nord bleibt weiter spannend. Nur einen Tag blieb der TV Hersfeld nach dem 31:26-Erfolg im Derby gegen die TG Rotenburg Tabellenführer. Am Sonntagabend übernahm die Bundesliga-Reserve der TG Melsungen durch einen 33:30-Erfolg gegen den Vierten Fuldatal-Wolfsanger wieder die Spitze. Am nächsten Wochenende hat die TG Rotenburg die schwierige Aufgabe beim Ersten Melsungen zu bewältigen während der TVH Schlusslicht Wehlheiden empfängt.

Nach dem Schlusspfiff entwickelte sich ein kleines Streitgespräch zwischen Hersfelds Kai Hüter und Rotenburgs Robert Nolte. Den Keeper ärgerte die Aussage des gegnerischen Coaches im Vorfeld, dass die TGR der große Außenseiter im Derby gewesen sei: „Sie haben uns vor große Probleme gestellt obwohl sie nach Noltes Aussage stark ersatzgeschwächt waren. Auch wenn Spieler fehlen, Rotenburg hatte das Zeug, heute mehr zu machen. Wir haben nicht gegen irgendein Team gespielt, sondern gegen den Fünften der Liga. Sie haben gespielt, was sie können. Lange Angriffe – und dann sind sie konsequent auf die Lücken gegangen und haben das Ding igendwann reingemogelt. So spielt kein Außenseiter.“

Insbesondere Marcus Einhorn stellte die TVH-Deckung in Hälfte zwei vor einige Probleme. Mit zwei Glanzparaden gegen den TGR-Außenspieler bewahrte Hüter sein Team vor weiteren Gegentoren.

Nolte erkannte zum Schluss die klare Niederlage an: „Hersfeld war klar besser.“ Der TGR-Coach bewunderte vor allem Fynn Reinhardt. „Er ist der geilste Spieler beim TVH. Er kommt rein und obwohl er zuvor schon eine Partie absolviert hat, macht er seine Sache sehr gut.“ Reinhardt hatte am Nachmittag in der A-Jugend in Hanau gespielt, war ohne sich umzuziehen gleich nach Bad Hersfeld gefahren, wo er erst eine Viertelstunde nach Anpfiff in die Halle kam. In der zweiten Halbzeit warfen er und auch Mark Petersen wichtige Tore.

Für knapp ein halbes Jahr hat sich am Samstag Lukas Berger vom TVH verabschiedet. Er flog am Sonntag zusammen mit dem Asbacher Tim Hartwig nach Australien, wo er an einem „Work and Travel-Programm“ teilnimmt.

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