Fußball-Relegation

Niederjossa erwartet am Mittwoch Hohe Luft: Erfahrung trifft jugendlichen Elan

+
Torjäger Christian Dick (in Rot-Weiß) will den FSV Hohe Luft in die Kreisoberliga schießen. 23 Saisontreffer sind seine stolze Bilanz. 

Jetzt wird’s ernst: Mit der Relegation zur Fußball-Kreisoberliga Nord beginnen in unserem Kreis  die Entscheidungsspiele über Auf- und Abstieg - oder aber den Klassenerhalt.

Der SV Niederjossa und der FSV Hohe Luft bestreiten die Auftaktbegegnung am Mittwoch um 19 Uhr. Dritter im Bunde ist Blau-Weiß Großentaft (siehe Hintergrund). Hört man sich vor dieser Dreierrunde ein bisschen um, so ist ein Favorit kaum auszumachen. Auf der einen Seite Kreisoberligist Niederjossa mit seiner erfahrenen Mannschaft um Torjäger Christian Pfeiffer – der 22 (!) von 39 Saisontoren markiert hat. Auf der anderen Seite die beiden A-Ligisten Hohe Luft und Großentaft, die beide eine stabile Serie gespielt haben und mit viel Rückenwind in die Relegation gehen dürften.

Das unterstreicht Hohe Lufts Spielertrainer Tobias Habryka. „Wir haben eine gute Saison gespielt und wollen sie jetzt zu einer sehr guten machen“, sagt er. Dabei sehen sich die Hersfelder aber nicht unter Druck. „Wir müssen nicht aufsteigen. Aber wenn wir am Ende der Runde oben stehen sollten, dann freut uns das umso mehr“, sagt der 31-Jährige. Einen Favoriten sieht auch er nicht. Die Relegation sei ein „50:50-Ding“, bei der es auch auf die jeweilige Tagesform ankomme. Habryka weiß das, weil er selbst mit dem FSV schon eine Relegation gespielt hat.

Und was erwartet ihn und seine Mannschaft am Mittwochabend in Niederjossa – außer Christian Pfeiffer? „Sie haben eine kampfstarke Mannschaft mit einigen Routiniers. Wir müssen die Zweikämpfe annehmen und gewinnen und unser Spiel durchziehen“, sagt Habryka. Und: „Wir fahren selbstbewusst dorthin.“

Doch auch Niederjossa hat noch einmal Selbstvertrauen getankt und sich am letzten Spieltag ordentlich warm geschossen: Mit 9:1 triumphierten die Blau-Weißen bei Absteiger Sorga/Kathus. Gleich fünfmal traf dabei – na, wer wohl? Christian Pfeiffer. Natürlich ruhen die Hoffnungen der Gastgeber auch vor den beiden Entscheidungsspielen auf dem Routinier, der in der nächsten Saison die neu gegründete SG Neuenstein trainieren wird.

„In der Relegation kann alles passieren, das ist ähnlich wie im Pokal“, sagt Pfeiffer. Nach zehn Punkten aus den letzten fünf Partien sieht der 33-Jährige sein Team gut gewappnet. „Die A-Ligisten bringen zwar viel Selbstvertrauen mit, aber wir müssen mit unserer Erfahrung dagegenhalten“, fordert Pfeiffer. Vor dem Feiertag und pünktlich zum Kirmesbeginn in Niederjossa rechnet der Routinier mit einer ansprechenden Zuschauerkulisse.

Kommentare