Fußball-Relegation

Niederjossa trifft jetzt auf Großentaft

Im zweiten Spiel in der Dreier-Relegation zur Fußball-Kreisoberliga steht Niederjossa bei Großentaft unter Zugzwang.

Niederjossa – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel, mögen sich die Fußballer des SV Niederjossa denken: Dem 2:2 im Auftaktspiel der Relegationsrunde zur Kreisoberliga Nord am Mittwoch gegen den FSV Hohe Luft folgt am heutigen Samstag ein Alles-oder-Nichts-Spiel: Die Aufgabe beim Zweiten der Kreisliga A 2, dem SV Großentaft steht an; Beginn: 17 Uhr.

SV Niederjossa

„Die letzten Wochen waren wir auf dem aufsteigenden Ast“, bemerkte Niederjossas Kapitän Andreas Dickert, „ich weiß es nicht, woran es heute lag. Unsere Leistung war ein bis zwei Klassen schlechter als zuletzt“. Dass es für sein Team ein glücklicher Punktgewinn war, nachdem Tobias Hartung in der Nachspielzeit den SVN in der Relegation hielt, daran ließ Dickert keinen Zweifel. „Es war Glück, dass wir noch so einen Lucky Punch gelandet haben. Hohe Luft war giftiger und bissiger.“ Kämpferisch und läuferisch sei es bedeutend zu wenig gewesen von seinem Team, „wenn ich den Ball hatte, hatte ich zuletzt immer eine Anspielstation.“

Dickert aber blickt voraus. „Wir sind noch am Leben“, sagt er, „wir müssen jetzt in Großentaft gewinnen“. Ob mit Christian Pfeiffer, dessen Ehefrau Janina ihr zweites Kind zur Welt bringen möchte, das ist die große Frage. „Es ist schwierig zu sagen, ob ich dabeisein kann“, sagt Pfeiffer, „wenn alles gut geht, komme ich nach Großentaft – als zweifacher Familienvater“.

SV Großentaft

Das Team des Ex-Profis Thomas Winter greift heute in die Relegation ein. „Wir nehmen sie als Zubrot. Als Bonbon“, sagt der Spielertrainer, „wir hätten nicht gedacht, dass es in dieser Serie so gut läuft.

Was seine Mannschaft ausmacht, erklärt er so: „Für ’ne A-Liga-Mannschaft ist Großentaft sehr engagiert, die Trainingsbeteiligung ist sehr gut“, weiß der ehemalige Mönchengladbacher. „In der Teamarbeit hat sie einen Schritt nach vorn gemacht. Die Mannschaft ist sehr ausgeglichen besetzt. Wir funktionieren als Team.“

Natürlich waren Winter und eine Abordnung aus Großentaft am Mittwochabend in Niederjossa vor Ort, um beide Kontrahenten in Augenschein zu nehmen. Anhand eines Spiels könne man eine Einschätzung natürlich nicht vornehmen, könne man seine Chancen nicht wirklich beurteilen, meint der Coach prominenten Namens. Das sei auch heute so.

„Jedes Spiel ist anders. Es ist eine 50:50-Tages-Entscheidung.“ Personell tritt der SV Blau-Weiß Großentaft mit dem Team der vergangenen Wochen an. Nur Johannes Krieg fehlt. Der aber stand beruflich bedingt schon in der Vorrunde nicht zur Verfügung, zuletzt fehlte er acht Wochen wegen einer Zehenverletzung.

FSV Hohe Luft

Der Tabellenzweite der Kreisliga A 1 musste ob seiner spürbaren Dominanz mit dem Unentschieden zum Auftakt leben. „Vorher wären wir mit dem Punkt zufrieden gewesen. Hinterher eher nicht“, sagte Hohe Lufts überaus erfahrener Kicker Timo Reidt. „In der ersten Halbzeit war es noch eine 50:50-Angelegenheit. In der zweiten Halbzeit hatte Niederjossa gefühlt keine Körner mehr. Wir hatten ein Übergewicht, haben aber unsere Chancen nicht genutzt.“

Nun müsse der FSV abwarten, was der Vergleich seiner Kontrahenten am Samstag erbringe. Schließlich ist Hohe Luft erst am Mittwoch kommender Woche wieder im Einsatz: zu Hause gegen Großentaft.

Und eines wünscht sich der Ex-Niederjossaer Reidt. „Ich hoffe, dass Aulatal aufsteigt in die Gruppenliga. Dann würde auch Niederjossa in der Kreisoberliga bleiben.“

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