Handball-Landesliga: TV Hersfeld schlägt Landwehrhagen nach schwachem Start souverän mit 31:22

Nicht mehr als ein Pflichtsieg für den TVH

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Der Weckruf: Nach einer Viertelstunde hatte TVH-Coach Dragos Negovan erst einmal genug. Nach dieser Auszeit aber fing sich seine Mannschaft und fuhr einen letzlich souveränen Sieg ein.

Bad Hersfeld. Eine Viertelstunde geschlafen, dann das Tempo angezogen und die Partie letztlich souverän runtergespielt: Handball-Landesligist TV Hersfeld hat Schlusslicht HSC Landwehrhagen am Samstagabend mit 31:22 (15:8) besiegt und dabei einen deutlich höheren Erfolg verpasst. Die Hersfelder sind am kommenden Wochenende spielfrei und treten am Sonntag, 14. Februar, zum Topspiel bei der HSG Baunatal an.

Eine Zusammenfassung des Samstagabends.

Die erste Viertelstunde

Sollte man, wenn man nicht gerade aus Landwehrhagen kommt, ganz schnell wieder vergessen. Wer auf der Couch geblieben war und sich fürs zeitgleiche Bundesliga-„Topspiel“ zwischen dem VfB Stuttgart und dem Hamburger SV entschieden hatte, lag gewiss nicht falsch. Der TVH bekam jedenfalls anfangs überhaupt nichts auf die Reihe. Im Schlafwagentempo, zudem in Abwehr und Angriff völlig unkonzentriert, sah man sich gegen den tapferen Tabellenletzten, der seine Angriffe erst einmal geduldig ausspielte, nach zehn Minuten plötzlich mit 4:7 im Hintertreffen.

Zwei verworfene Siebenmeter von Marco Kemmerzell und Jonathan Kromm, ein nicht genutzter Tempogegenstoß von Philipp Koch sowie ein missglückter Heber von Linksaußen Kromm waren dann doch zu viel für TVH-Coach Dragos Negovan, der seine Mannschaft nach 15 Minuten beim Stand von 6:8 zu einer Auszeit holte und erst einmal „wachküsste“.

Die zweite Viertelstunde

Sollte man, wenn man aus Landwehrhagen kommt, ganz schnell wieder vergessen. Denn jetzt machte der Gastgeber ernst – und aus einem 6:8 bis zur Pause einen komfortablen 15:8-Vorsprung. Beim 9:8 gelang Andreas Krause nach 20 Minuten die erste Führung, danach war es um die Ordnung in der Abwehr der Südniedersachsen und ihren anfangs gut aufgelegten Torhüter Florian Erlbeck geschehen. Und was fortan noch aufs Hersfelder Tor kam, war eine sichere Beute von Stefan Fohr, der Routinier Kai Hüter (Rippenprellung) ersetzte.

Die zweite Halbzeit

Von 15:8 stellte der TVH schnell auf 20:10 (37. Minute). Landwehrhagen hatte nun schon Mühe mit der Rückwärtsbewegung, fing sich einige Gegenstöße ein, und wäre wohl ziemlich baden gegangen. Weil Negovan eine Viertelstunde vor Schluss beim 23:14 seine talentierten Youngster aufs Feld schickte, blieb das Ergebnis letztlich im Rahmen. Absoluter Hingucker: Sven Wiegels Gegenstoßtreffer zum 27:15 (52.) nach präzisem Pass übers ganze Feld von Torhüter Tobias Kretz.

Das Trainerfazit

„Ich denke, unterm Strich war das schon okay“, sagte Hersfelds Trainer Negovan – konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen. Natürlich wusste auch er, dass die Anfangsphase seiner Mannschaft unterirdisch gewesen war. „Wir haben den Gegner zu leicht genommen, waren in der Deckung zu offen und haben vorn auch sehr viel liegen lassen“, gab er zu. Um zu ergänzen: „Aber dann haben wir es ja viel besser gemacht und sind von 6:8 bis zur Pause auf 15:8 davongezogen. Das war souverän.“ Ein Sonderlob gab’s für die jungen Tobias Kretz und Alexander Kehl. „Tobi hat die letzten 20 Minuten gut gehalten, und Alexander hat ein schönes Tor vom Kreis erzielt“, befand Negovan.

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