Sportschießen

Natascha Hiltrop aus Lengers ist Sportlerin des Jahres

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Sammelt Trophäen wie andere Briefmarken: Sportschützin Natascha Hiltrop aus Lengers. 

Natascha Hiltrop ist Hessens Sportlerin des Jahres 2019 in der Kategorie mit Behinderung. Für die Sportschützin aus Lengers ist es die dritte Landesauszeichnung nach 2014 und 2016.

„Natascha Hiltrop hat sich mit ihren herausragenden Leistungen und ihrem Engagement rund um den Sport diese hohe Auszeichnung redlich verdient“, würdigte der hessische Minister des Inneren und für Sport, Peter Beuth, bei der Olympischen Ballnacht im Kurhaus in Wiesbaden den Einsatz der Nationalschützin auf und neben dem Schießstand.

Die Lengerserin konnte die Auszeichnung im Wiesbadener Kurhaus nicht persönlich in Empfang nehmen – die Inklusionsmanagerin des Deutschen Schützenbundes befindet sich derzeit im Trainingslager für die Weltmeisterschaft in den paralympischen Schießsportdisziplinen vom 8. bis 18. Oktober in Sydney. Die mehrfache Medaillengewinnerin bei Paralympics, Welt- und Europameisterschaften und vielfache Deutsche Meisterin glänzte in diesem Jahr mit zweimal Gold und zweimal Silber beim Paraschützen-Weltcup in Osijek sowie vier ersten Rängen bei der Deutschen Meisterschaft in München. Beim Weltcup in Osijek stellte sie zudem drei Weltrekorde auf.

Die Wahl zur „Sportlerin des Jahres mit Behinderung“ gewann die 27-Jährige vor dem Marburger Judoka Shugga Nashwan und der Tischtennisspielerin Marlene Reeg von der TTG Büßfeld (160). Bei den Männern siegte der Skisprung-Teamweltmeister Stefan Leyhe (Willingen), bei den Frauen die Schwimm-Weltmeisterin Sarah Köhler (Frankfurt). Unter den Gästen der Olympischen Ballnacht im Wiesbadener Kurhaus war mit Stadtrat Friedhelm Wollenhaupt aus Rotenburg auch ein Präsidiumsmitglied des Hessischen Schützenverbandes. Für den aus Bebra stammenden neuen Oberbürgermeister von Wiesbaden, Gert-Uwe Mende, war die Veranstaltung des Landessportbundes Hessen eine Premiere. 

Von Herbert Vöckel

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