NACHSPIELZEIT

Nachspielzeit: Langsame Rückkehr – und ein Ende

Rainer Henkel

Der Autor unserer Wochenendkolumne erinnert sich heute daran, wie Corona begann und der Sport Mitte März zum Erliegen kam. Und er wagt einen Ausblick, auf das, was kommen könnte. 

Nur zu gut erinnere ich mich an den 12. März. Es war ein Donnerstag. Wir saßen in den Räumen der Sportredaktion und debattierten darüber, ob wohl am Wochenende Fußball gespielt werden würde im Kreis. Und unsere Zweifel daran gründeten sich wohlgemerkt darauf, dass es mächtig geregnet hatte und die Plätze wohl nicht bespielbar sein würden.

Dass in den folgenden Tagen der gesamte heimische Sport wegen eines Virus schockgefroren werden würde, verstanden wir erst später.

Jetzt scheint die Zeit des Auftauens näher zu rücken. Nach Wochen der Ungewissheit soll nun auch der Sport wieder langsam und vorsichtig zu dem werden, was er war: eine schöne Nebensache in einem Leben, wie wir es kannten und um das wir derzeit ringen.

Doch wir verstehen, dass ein „aufgetauter“ Sport nicht mehr derselbe ist wie der, den wir „eingefroren“ haben. Das zeigen die straffen Regelungen und engen Grenzen, in denen ein Training – vom Wettkampf selbst sprechen in den meisten Sportarten noch nicht einmal die kühnsten Optimisten – wieder erlaubt wird. Hygienevorschriften bestimmen das Geschehen, wo früher der Sport nicht nur Kampf um Leistung war, sondern auch Nähe und Gemeinschaft.

Wenn es irgendwann einmal wieder losgeht, wird ein Name von der Bildfläche verschwunden sein, der den heimischen Handball einst berühmt machte. Im TV Eitra, dessen Handballer zuletzt in der HSG Landeck/Hauneck aktiv waren, wird es künftig allein breitensportliche Angebote geben.

Die übrigen Mitglieder der HSG, Schenklengsfeld und Oberhaun, wollen allein Mannschaften stellen. Alle, die dem Eitraer Handball verbunden waren und sind, werden aber dafür sorgen, dass die Erinnerung an die glorreiche Bundesliga-Zeit lebendig bleibt – und nicht irgendwo eingefroren wird.

Bleiben Sie gesund – und denken Sie daran: Sportler geben nicht auf!

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