Nachspielzeit: Ehrenamt und erste Sahne

Wir wollen an dieser Stelle einmal mehr eine Lanze brechen für alle Ehrenamtler, die sich im Sport engagieren. „Es wird von Jahr zu Jahr schwerer, freiwillige Helfer zu bekommen. Es ist längst ein gesellschaftliches Problem“, sagt zum Beispiel Olaf Podszuweit, der Orga-Chef des Lollslaufs, im Interview mit unserer Zeitung. Das lesen Sie heute übrigens in unserem beiliegenden Lollsjournal. Auf den letzten Seiten finden Sie, liebe Leser, noch einmal alle wichtigen Informationen zum Bad Hersfelder Lollslauf.

Zum 20. Mal findet der Mammut-Wettbewerb bereits statt. Um die 350 ehrenamtliche Helfer schickt Veranstalter Ski-Club Neuenstein diesmal ins Rennen, um den annähernd 4000 Läufern beste Bedingungen zu bieten. Welche Logistik dahinter steckt, kann man nur erahnen.

Bleiben wir beim Thema Ehrenamt. Unter der Woche hat uns ein Anruf aus Schenklengsfeld erreicht. Die JSG Nördliche Kuppenrhön richtet an diesem Wochenende ein Kicker-Camp für ihre Jugendfußballer aus Schenklengsfeld, Friedewald und Hohenroda aus. Sieben Trainer seien dabei das ganze Wochenende im Einsatz – unentgeltlich. Eine schöne Sache.

Nun ist es aber so, dass man dieses Camp wohl kaum veranstalten würde, wenn im Voraus feststünde, dass die Betreuung der Jugendlichen nicht zu stemmen wäre. Und dass Trainer zur Verfügung stehen, wenn ihr Klub eine derartige Veranstaltung ausrichtet, hält man in meiner Generation noch für selbstverständlich.

Nichtsdestotrotz – noch einmal unseren Respekt an alle, die ihre Freizeit opfern, ohne dafür eine Gegenleistung einzufordern. Ohne sie könnten der Sport und die Vereine auf dem Land nicht überleben.

Bevor wir uns ins Lollsgetümmel stürzen und die Uhren in Bad Hersfeld wieder für eine Woche lang anders gehen, blicken wir noch einmal kurz über den Tellerrand. Während der Handball in unserem Kreis in den Herbstferien ruhte, haben die MT Melsungen und der ThSV Eisenach in der ersten und Zweiten Bundesliga herausragende Siege gegen die jeweiligen Tabellenführer Hannover und Essen gefeiert. Beide Teams sind jetzt in Schlagdistanz zur Tabellenspitze. Die 60 Kilometer nach Eisenach und Kassel lohnen sich derzeit für Handballfans.

Schönes Wochenende

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