Nachspielzeit: Diskussionsstoff, Diplomatie und Dauerläufer 

Hartmut Wenzel

Bad Hersfeld. In dieser Wochenendkolumne dreht es sich um zwei Fußball-Kreisoberligaspiele, um einen neuen Laufverein sowie um die Beteiligung am Hessentag im nächsten Jahr. 

Für Diskussionsstoff am vorletzten Spieltag der Fußball-Kreisoberliga in diesem Jahr sorgten gleich zwei Begegnungen. Zum einen der knappe 3:2-Erfolg der SG Mecklar/Meckbach/Reilos über Steinbachs Reserve, bei dem sich Mecklars Mittelfeldspieler André Deneke nach einem gegnerischen Foulspiel im Gesicht verletzte.

Und dann noch die Rote Karte sah, weil er wahrscheinlich im Affekt sich aufregte und meckerte. Gut möglich, dass Denekes Sperre wegen des Platzverweises im Nachhinein reduziert wird. Es wäre eine diplomatische Lösung einer Entscheidung, die viel Kopfschütteln hervorgerufen hat. Der Verein ist zu einer Stellungnahme aufgefordert worden.

Zum anderen lieferte aber auch die kurzfristige Spielabsage der SG Rotenburg/Lispenhausen gegen den Tabellenzweiten Aulatal Zündstoff. Die Gäste waren irritiert, schließlich war es die einzige Absage wegen Unbespielbarkeit des Platzes im ganzen Kreis. Einige Aulataler Spieler sollen sogar extra zu einer Platzbesichtigung nach Rotenburg gefahren sein. Um festzustellen: Hier kann gespielt werden.

Der Nachholtermin – ursprünglich war sogar das Spiel für den gestrigen Freitag anberaumt – ist nun auf den 3. März verlegt. Gut so, jetzt wird auf sportlichem Weg ein Sieger ermittelt. Es würde dem Sport nicht gerecht werden, wenn so eine Begegnung mit einer 3:0-Wertung in die Tabelle eingehen würde.

Für Aufregung in der Laufszene sorgt die Meldung, dass Kassels „Mister Marathon“, Winfried Aufenanger, mit einem Großteil der Leistungsträger des PSV „Grün-Weiß“ Kassel aus dem Verein ausscheren und ein neues Laufteam gründen will. Unter den Athleten, die sich aller Voraussicht nach dem neuen Verein anschließen wollen, fallen unter anderem Spitzenläuferinnen und Läufer wie zum Beispiel Sandra Morgner oder Jens Nerkamp. Auch der Kohlhäuser Philipp Stuckhardt wird dem neuen Verein angehören, wie er uns am Telefon bestätigte. Schließlich ist Aufenanger sein Trainer. „Wegen ihm bin ich im vergangenen Winter von der LG Alheimer nach Kassel gegangen“, begründet Stuckhardt seinen erneuten Wechsel. Der neue Verein will sowohl Breiten- als auch Spitzensport fördern, zudem sollen Asylbewerber kostenfrei Sport treiben.

Der Hessentag im kommenden Jahr scheint bislang auf wenig Gegenliebe bei den Hersfelder Vereinen zu stoßen. Das Interesse am Festival des Sports im Kurpark ist bislang überschaubar. Klar ist aber auch: Wer nicht teilnimmt, darf im Nachhinein aber auch nicht meckern.

Schönes Wochenende

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