Wochenend-Kolume

Nachspielzeit: Bergkönig, Spendenkönig und König Otto

Sascha Herrmann

Bad Hersfeld. Um ein Radrennen, spektakulären Motorsport auf der Grasbahn und eine Trainer-Legende geht es diesmal in unserer Wochenend-Kolumne "Nachspielzeit".

Eigentlich blicken wir in dieser Kolumne auf die Geschehnisse der vergangenen Woche zurück. Das machen wir diesmal etwas anders. Und schauen stattdessen voraus. Denn dieses Wochenende lässt uns an sich keine andere Wahl. Deshalb mache ich an dieser Stelle mal ein bisschen Werbung für drei Veranstaltungen, die am zweiten Fußball-Wochenende der jungen Saison ebenfalls unsere Aufmerksamkeit verdienen.

Starten wir mal oben – am Eisenberg. Dort richtet der RSV Bad Hersfeld zum dritten Mal ein Einzelzeitfahren aus und sucht neben dem Bergkönig auch den Hessenmeister. Die Strecke ist zwar nur fünf Kilometer lang, hat aber eine durchschnittliche Steigung von 7,5 Prozent. Und am steilsten Anstieg sogar 15 Prozent. Da brauchen die Fahrer gute Beine – und freuen sich sicherlich über jede Anfeuerung. Motivation soll bekanntlich Berge versetzen können.

Unterhalb der Kaliberge geht es zwei Tage mit Vollgas zur Sache. Dort richtet der AMCC Heringen sein traditionelles Grasbahnrennen aus. Eine Nummer kleiner zwar als beim Flutlichtrennen in Bad Hersfeld, aber mit einem Riesen-Rennprogramm. Mit viel Enthusiasmus und Herzblut sind Klubchef Hans Körtzel und seine wenigen Mitstreiter seit Jahrzehnten am Start. Schauen Sie doch mal auf eine Bratwurst und ein Bierchen oder so vorbei – die umtriebigen Heringer hätten sich das verdient.

Verdienen will Organisator Jürgen Klähn mit seinem Volkslauf „Wehrda rennt“ nichts – aber Spenden sammeln zugunsten der Krebshilfe. Schon zum 15. Mal findet die Veranstaltung am Sonntag im kleinen Haunetaler Ortsteil statt. Und das verdient unseren Respekt.

Und dann war da ja noch ein runder Geburtstag. Otto Rehhagel ist am Donnerstag 80 geworden. Man kann über „König Otto“ ja denken, wie man will. Aber eines kann man der Trainer-Legende nicht absprechen: Erfolg.

Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger, Europapokalsieger – und natürlich Europameister mit Griechenland. GRIECHENLAND. Rehhagel war nie ein Freund der Journalisten – und umgekehrt. Oftmals hat er sich in Interviews um Kopf und Kragen geredet. „Bei mir kann jeder sagen, was ich will.“ Oder: „Mal verliert man – und mal gewinnen die anderen. “ Das sind zwei seiner legendären Sprüche.

Schönes Wochenende

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