Nachspielzeit: Gute Leistungen, keine Langeweile und ein Hauch von Olympia 

Walter Kell

Nichts ist langweiliger im Sport als die Tatsache, dass der Sieger vorher schon feststeht. Beim ReserveCup im Hallenfußball ist das nicht der Fall – nicht zuletzt trägt dies zur Attraktivität des Wettbewerbs bei. Auch bei der 26. Austragung der Konkurrenz des TSV Ransbach gelang es dem Vorjahressieger aus Philippsthal am vergangenen Samstag nicht, seinen Titel zu verteidigen.

Dass das Team noch dazu quasi wegen eines Törchens am Einzug in die K.o.-Runde scheiterte, setzte der Spannung und Dramatik der stimmungsvollen Veranstaltung die Krone auf. Und dass sich die SG Aulatal, die sich das Glück erarbeitete und Stück um Stück steigerte, erstmals den Turniersieg sicherte, kam hinzu. Wenn die SG Hülsa, die ebenso wie Aulatal in jedem Jahr zu Gast ist in Ransbach, als Finalist an die Spitze der Ewigen Tabelle sprang, fand der ReserveCup einen Abschluss, mit dem sich alle anfreunden konnten. Vieles kommt auf beim ReserveCup – nur sicher keine Langeweile.

Ins rechte Lickt rücken wollen wir an dieser Stelle gerne die Leistungen der weiblichen B-Jugend der HSG Landeck/Hauneck. Vierter der Bezirksliga-Tabelle sind sie, und sie wähnen sich nicht nur mit dem Zweiten der Rangliste, dem TV Hersfeld, auf Augenhöhe – sie sind es auch. Bei zwei weniger ausgetragenen Spielen liegen sie vier Punkte hinter dem Nachbarn TVH zurück. Am Sonntag zog Landeck/Hauneck im internen Duell mit 15:17 den Kürzeren, den ersten Derby-Vergleich aber hatte Landeck/Hauneck Anfang November 16:15 in Hersfeld gewonnen. Die aktuelle Platzierung des von Nadine Kunze trainierten Nachwuchses aus Landeck und Hauneck ist umso beachtlicher, wenn man bedenkt, dass vor der Serie gleich fünf (!) Spielerinnen das Team Richtung TVH verließen. Zudem fügte das Kunze-Team dem Spitzenreiter Kirchhof die einzige Niederlage der Saison zu. Drei Spiele verbleiben Landeck/Hauneck noch in dieser Runde: heute geht’s nach Ost-Mosheim, nächsten Sonntag nach Rotenburg zum Derby gegen Schlusslicht Waldhessen – und am 4. März steht das Rückspiel gegen Reichensachsen an, das als gegenwärtiger Dritter außer Konkurrenz spielt.

Olympische Winterspiele in Pyeongchang – das hört sich nicht nur weit weg an, in der Wahrnehmung vieler mag das auch so sein. Gestern war die Eröffnungsfeier, heute fiebert Deutschland Medaillen entgegen. Beim Biathlon-Sprint der Damen und beim Skispringen von der Normalschanze Erwarten wir aber lieber nicht zu viel.

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