Nachspielzeit: Gruselkick, Grusel-Verletzung und ein No-Go

Sascha Herrmann

Die Fußballsaison hat begonnen – der zweite Spieltag liegt an diesem Wochenende vor uns. Dennoch wollen wir in dieser Kolumne noch einmal zurückblicken. Im Speziellen auf die beiden Derbys in Kirchheim und Niederjossa sowie das Kreisoberligaspiel zwischen Haunetal und Bebra.

Okay, es war der erste Spieltag. Und aller Anfang ist schwer, heißt es. Die Teams müssen nach der Vorbereitung erst einmal wieder in Tritt kommen. Ihren Rhythmus finden. Sich einspielen. Mag ja alles sein. Und doch muss man eines festhalten: Das, was Aulatal und Asbach den 350 Zuschauern am vergangenen Samstag anboten, hatte mit Gruppenligafußball verdammt wenig zu tun. Da war kein Tempo drin, da lief der Ball kaum einmal gekonnt über einige Stationen, da konnte man Torchancen an einer Hand abzählen. So gab es nicht wenige Zuschauer, die hinterher von einem der schwächsten Gruppenligaspiele der vergangenen Jahre sprachen.

Warum ich das nach nur einem Spieltag hier aufschreibe, fragen Sie sich jetzt vielleicht? Weil ich hoffe, dass ich damit den Finger in die Wunde lege. Und uns beide Teams schnell zeigen, dass sie es viel besser können. Vor allem die Asbacher, als Fußball-Flaggschiff des Kreises, stehen in der Pflicht.

In Niederjossa feierte Niederaula/Kerspenhausen einen verdienten 2:0-Erfolg im ersten Gemeindederby seit fast 30 Jahren. Und wie. Gleich nach den ersten Jubelgesängen gab es die ersten hochprozentigen (!) Getränke noch im Mittelkreis. Das sollte zwar als Antwort auf eine Plakataktion der Jescher in Niederaula gedacht sein – die Flasche hatte wohl Niederjossa spendiert – geht aber mal gar nicht. Dass sich Jugendliche dieses Fehlverhalten anschauen und vielleicht auch noch zum Vorbild nehmen, ist nicht auszudenken. Wir sind hier zwar auf dem Land. Und spielen unterklassigen Fußball. Aber ein bisschen Niveau sollten wir uns schon bewahren. Gell?

Die schwere Verletzung von Jonathan Neuber im Heimspiel der Kreisoberliga gegen Bebra hat nicht nur die Haunetaler Fußballer geschockt. Das Talent der SG war mit schwersten Gesichtsverletzungen – Jochbein und Kiefer waren gebrochen – am Sonntag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Inzwischen ist er operiert worden und kann auch wieder sprechen. Trainer und Mannschaft haben ihn besucht, ihm eine schnelle Genesung gewünscht. Schließlich werden Talente wie er gebraucht bei der Haunetaler SG. Wir schließen uns diesen guten Wünschen natürlich an.

Erholsames Wochenende

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