Nachspielzeit: Schockstarre, Super-Talent(e) und Überraschungen

Sascha Herrmann

Die vergangene Woche endete mit einem Schock für alle Handballfans – und die neue begann mit ebensolchem. Der Nachgeschmack des Achtelfinal-Ausscheidens der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Frankreich war schon ziemlich bitter. Wer hätte nach der Galavorstellung der Bad Boys gegen Kroatien nur zwei Tage später mit einem solchen Einbruch gegen Katar gerechnet? Ganz ehrlich? Ich nie im Leben.

Wie gut, dass wir uns am Handball vor unserer Haustür erfreuen konnten. So richtig Spaß gemacht haben uns die A-Jugendlichen des TV Hersfeld, die erst am Samstag im Oberliga-Spitzenspiel den Tabellenführer bezwangen, ehe sie tags darauf die Männer-Reserve zum überraschenden Erfolg im Bezirksoberliga-Derby gegen Landeck/Hauneck führten. 28 der 29 Treffer gelangen den Youngstern. Noch Fragen? Um den männlichen Nachwuchs muss man sich beim TVH jedenfalls keine Sorgen machen. Die vielen Talente brauchen jetzt eine passende Perspektive, damit sie dem Turnverein auch nach der Jugendzeit die Treue halten.

Um die Perspektiven des Leistungssports in Rotenburg kann man sich indes so seine Gedanken machen. Sowohl die Männer, als auch die Frauen belegen in der Handball-Landesliga Abstiegsplätze – und es dürfte diesmal wohl sehr, sehr eng werden. Bleiben die Fußballer. Die in der Kreisoberliga – wo stehen? Auf einem Abstiegsplatz. Umso überraschender, dass die SG Rotenburg/Lispenhausen ihren Futsal-Titel bei den Kreismeisterschaften in der Halle hat verteidigen können. Unter der Regie eines alten Bekannten übrigens: Steffen Oelschläger. Der erfahrene Coach ist zurück im Geschäft – und steht jetzt vor der schweren Aufgabe, sein neues Team in der Kreisoberliga zu halten.

Nicht zu halten war nach über 20 Jahren in Bad Hersfeld Sport & Show. Seitens der Stadt habe man es nicht einmal versucht wie man hört ... Aber das hat mein Kollege Kai A. Struthoff an anderer Stelle ja bereits treffend kommentiert.

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