Niederaulaer Notlösungen und Freude über Futsal

Hartmut Wenzel

Die SG Niederaula/Hattenbach hat in der Rückrunde der Fußball-Gruppenliga, die am dem 28. Februar fortgesetzt werden soll, ein hartes Brot zu kauen. Sage und schreibe vier Abgänge hat das abstiegsgefährdete Team, das gestern mit dem Training begann, in der Winterpause zu verkraften.

Die Not ist groß, der Kader knapp: Marc Wenderoth nach Melsungen, Andreas Kurz als Spielertrainer nach Heenes – das waren die ersten Abgänge. Auf den letzten Drücker Ende Dezember verließen auch Steffen Kanngießer und Marcel Heiße den Verein – der eine Richtung Rotenburg, der andere ist noch ohne Verein.

Auch wenn nicht alle Stammspieler waren: In der Rückrunde muss alles stimmen, damit es mit dem Klassenerhalt klappt. Zudem fehlt auch ein Abteilungsleiter, denn Marco Busalt ist bekanntlich zurückgetreten. Der Weg aus der Krise soll über interne Lösungen führen. Für Busalt wil sich der Vorsitzende Martin Diebel um die sportlichen Belange kümmern, A-Juniorenspieler wie Furkan Acikel, Philipp Heiland und Martin Heiderich sollen die Personalnot lindern, ab April könnten noch drei weitere Talente zum Seniorenteam dazustoßen. SGN-Coach Thomas Willems betont, dass die A-Junioren Aulatals weiter Priorität genießen. Bemühungen, alte Recken wie Viktor Dercho zurückzuholen, zerschlugen sich – die SGN bleibt weiter händeringend auf der Suche nach Verstärkungen. Sollte der mit Abstand dienstälteste Gruppenligist – zweimal Verbandsliga unterbrachen diese Serie – tatsächlich absteigen? Mit dem Gedanken können sich nur wenige anfreunden.

F utsal ist derzeit in aller Munde. Überall wird die schnelle, körperlose Art des Hallenfußballs gelobt. Bei den Hallenkreismeisterschaften am vergangenen Wochenende in Bebra waren die Kicker begeistert, obwohl nur auf Handballtore gespielt wurde. Vor allem deswegen, weil es weniger Verletzungen gibt. Spaß in der Halle und mit vollem Kader in die Rückrunde – welchen Fußballtrainer freut das nicht?

Kommentare