150 Sportler gingen unter Corona-Regeln an den Start

Silvesterlauf: Muskelkater hat sich gelohnt

Mit guter Laune und Hersfelder Zeitung: Dieses Quartett hatte sichtlich viel Spaß am etwas anderen Silvesterlauf 2020.
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Mit guter Laune und Hersfelder Zeitung: Dieses Quartett hatte sichtlich viel Spaß am etwas anderen Silvesterlauf 2020.

Corona hat Ende vergangenen Jahres auch den Bad Hersfelder Silvesterlauf ausgebremst. Dennoch gingen an den Tagen um den Jahreswechsel etwa 150 Läufer individuell auf die Strecke am Roten Neon.

Bad Hersfeld – Als wir Reinhard E. Matthäi ans Telefon bekommen, befindet er sich gerade beim Einkauf. Doch seine gute Laune ist dem 72-jährigen Hersfelder sofort anzuhören. „Ihr wollt sicher etwas über den Silvesterlauf wissen. Ich rufe gleich zurück“, sagt Matthäi.

Wenig später klingelt in der Redaktion das Telefon. „Der Lauf war ein voller Erfolg. Damit hatte ich so nicht gerechnet“, sprudelt es aus Matthäi heraus – ohne dass wir eine Frage gestellt hätten.

Weil Corona eine herkömmliche Austragung des traditionellen Laufs am Silvestertag verhindert hatte, ging Matthäi, der den Wettbewerb seit 2006 für die Betriebssportgruppe der Stadtverwaltung organisiert, diesmal andere Wege. Vom 31. Dezember bis zum 3. Januar hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Strecke individuell, beziehungsweise gemeinsam unter Beachtung von Abstandsregeln und Hygiene-Vorschriften zu absolvieren.

Der Organisator: Reinhard E. Matthäi.

Und das taten sie dann auch zahlreich. Von etwa 150 Läufern und Walkern geht Matthäi aus. Das macht er an der Anzahl der Laufkalender fest, die auslagen und am letzten Tag vergriffen waren. „Das Interesse war wirklich groß, und ich habe jede Menge positive Rückmeldungen per Telefon, E-Mail oder App erhalten“, berichtet er zufrieden. So wollte einige Läufer schon auf die Strecke gehen, bevor Matthäi die Markierungen auf der 5- und 10-Kilometer-Runde mit umweltfreundlicher, neongrüner Leuchtfarben ausgezeichnet hatte. Dreieinhalb Stunden brauchte er dafür. „Ich hatte vom vielen Bücken mächtig Muskelkater – aber der hat sich gelohnt“, erzählt er lachend.

Hier geht’s lang: Reinhard E. Matthäi hatte die Strecke ab dem Roten Neon mit Leuchtfarbe markiert.

Am Silvestertag ist der ehemalige Standesbeamte der Kreisstadt die Strecke mit seiner Frau Elfi gewalked. „Dabei sind uns schätzungsweise 60 bis 70 Läufer begegnet. Wir haben mitgezählt“, sagt Matthäi. Am letzten Tag sei man dann die kleine Runde gejoggt. „Das war eine ganz schöne Schlammschlacht, aber die Markierungen waren trotz des Regens noch gut zu sehen“, so Matthäi.

Hat der Organisator eine Erklärung dafür, dass der „alternative Silvesterlauf“ derart gut angenommen wurde? „Ich glaube, die Leute haben es mittlerweile satt und wollen einfach nur raus und sich bewegen. Das hat man am Wochenende ja auch am Eisenberg, in Willingen oder am Meißner gesehen.“

Von Sascha Herrmann

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