Müller-Wolff schwimmt in Schweden 21,5 Kilometer

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Schwimmen in offenen Gewässern: Das ist die Disziplin von Jürgen Müller-Wolff, der in einem See in Schweden die 21,5-Kilometer-Strecke bewältigte.

Freiwasserschwimmer Jürgen Müller-Wolff hat vor kurzem erfolgreich an einem Langstrecken-Schwimmen über 21,5 Kilometer in einem See in Schweden bei Värnamö-Samland teilgenommen.

Der aus dem Friedewalder Ortsteil Motzfeld stammende Müller-Wolff hat die Strecke in 10 Stunden und 44 Minuten geschafft.

Rund 100 Schwimmer gingen bei diesem Wettbewerb der laut Müller-Wolff sehr gut organisiert war, über diese Distanz an den Start. Sie durften Neoprenanzüge tragen, sodass die Zeiten allgemein schnell waren. In seiner Altersklasse – mit 74 Jahren war Müller-Wolff mit Abstand der älteste Schwimmer – gewann er sogar diesen Wettbewerb. Drei kurze Pausen waren den Athleten zwischendurch vergönnt. Allerdings waren für die Zwischenstationen bestimmte Zeitlimits gesetzt. Wer zu spät kam, wurde disqualifiziert. Müller-Wolff war schon stolz drauf, diese Zeitlimits ohne Probleme geschafft zu haben. „Es sind einige gewesen, die unterwegs aus diesem Grund aufhören mussten,“.erzählt er.

Freiwasserschwimmer Jürgen Müller-Wolff.

Nur 500 Meter vor dem Ziel war aber Müller-Wolff davor, aufzugeben. Er hatte sich verirrt, war vom Kurs abgekommen und auf eine Sandbank gestrandet. Nur mühsam konnte er sich über Kies und grobe Steine zurück ins tiefere Wasser kämpfen.

Der unfreiwillige Umweg kostete fast eine halbe Stunde Zeit und alle Konkurrenten, die der Motzfelder zuvor überholt hatte, zogen wieder an ihm vorbei. Im Ziel angekommen, wurden die Athleten wieder zurück zum Startort gefahren. „Die Rückfahrt parallel zu dem langgezogenen See kam mir unendlich lang vor. Ich habe mir im Nachhinein nicht vorstellen können, dass ich diese Strecke schwimmend bewältigt habe“, erzählt er.

Müller-Wolff hatte auch vor kurzem wieder an der Bodensee-Querung von Friedrichshafen in Deutschland bis nach Romanshorn in der Schweiz teilgenommen. Dabei ist er zwar Letzter geworden, blieb aber im Zeitrahmen und stieg nach rund fünfeinhalb Stunden für die zwölf Kilometer lange Strecke aus dem Bodensee.

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