Nachspielzeit

Motoren, Pech am Schläger und kritische Worte

Rainer Henkel

Nein, wir schreiben’s nicht gern noch einmal hier. Dass wir die Fußballer bedauern. Dass wir die Klassenleiter, die ständig an den Spielplänen schrauben müssen, bedauern.

Dass wir uns irgendwie alle bedauern, weil wir a) nicht zum Fußball gehen können und b) ansonsten bei diesem Wetter so gar nichts Vernünftiges machen können. Wir hoffen einfach mal, dass es besser wird, das Wetter.

Wesentlich mehr Freude macht uns da der Blick auf den Kalender der Motorsportler im Kreis. Die sind zwar vom Wetter mindestens ebenso abhängig wie die Kicker, haben aber noch ein wenig Zeit mit ihren Saisonhöhepunkten. Rallye, Motocross, Trial und natürlich Grasbahnrennen – das Motorsport-Geschehen in der Region ist vielseitig. Entsprechend erfolgreich sind auch die heimischen Starter immer wieder, denn wo der eigene Sport vor der Haustür hochgehalten wird, interessiert sich auch der Nachwuchs für eine eigene Laufbahn dort.

Eine 7:9-Niederlage ist so ziemlich das gemeinste, was eine Tischtennis-Mannschaft treffen kann. Denn sie bedeutet: Beim 7:8 noch wenigstens die Punkteteilung auf der Kelle gehabt, dann aber im Schlussdoppel unterlegen gewesen. So passierte es dem TTC Lax gegen Todenhausen. Das einstige Flaggschiff der Sportart im Kreis kämpft noch um den Relegationsplatz und möchte gern wieder im kommenden Jahr in der Verbandsliga antreten. Daumen drücken!

Und dann war da noch ... dieses Interview. Per Mertesacker. Der Fußball-Weltmeister, der sozusagen ein bisschen aus der Kabine geplaudert und berichtet hat, unter welchem Druck er Zeit seiner Karriere gelitten habe und wie sehr ihm all das auch körperlich zugesetzt habe.

Das zu sagen, ist sein gutes Recht. Und seine Aussagen gilt es, als das zu akzeptieren, was sie sind: Die Erfahrungen und Gefühle eines Profifußballers, die man ja nicht teilen muss. Nur: Mit den Augen rollen nach dem Motto: „Erst kassiert er, dann meckert er“ – das geht gar nicht. Dass der Druck im Profigeschäft zuweilen unmenschliche Züge annimmt, sollte jedem klar sein.

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