Motocross: Meckbacher Rennen soll verlegt werden

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Heiße Drifts und dröhnende Motoren wird es in diesem Jahr im Mai in Meckbach nicht geben. Das Rennen soll zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. 

Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben – das ist der derzeitige Stand beim Meckbacher Motocross-Rennen.

Ursprünglich sollte das Rennen am 23. und 24. Mai stattfinden – so war es im Terminkalender des MSR (Motorsportring)  vorgesehen. Doch der Termin ist wegen der Corona-Pandemie erst einmal abgesagt – so steht es jedenfalls auch auf der Homepage des MSC Meckbach.

Tina Siebert, MSC Meckbach

Eine, allerdings kurzfristige, Absage hat es in den fast 50 Jahren, in denen die Läufe auf Naturstrecke des MSC an der Meckbacher „Sommerseite“ ausgetragen werden, erst ein einziges Mal gegeben. Das war im Mai 2004. „Aufgrund eines Starkregens, der die Strecke in eine Moorlandschaft verwandelt hatte, war damals der Wettbewerb in den Juli verlegt worden“, erzählt Tina Siebert, die Kassiererin des Vereins und Tochter des Fahrers Günther Siebert.

Als Nachholtermine für das ausgefallene Rennen im Mai würden zwei Termine zur Verfügung stehen: Einmal der 19. und 20. September, im Oktober besteht am 10. und 11. Oktober noch eine Möglichkeit. Das wären ursprünglich auch Termine für die Vereinsmeisterschaft gewesen. Ob überhaupt und mit welchen Auflagen eine Austragung verbunden ist, steht noch in den Sternen. „Das hängt zum einen davon ab, wie sich die hessische Landesregierung sowie Kreis und Gemeinde entscheiden und zum anderen, ob der Verband auch die Runde tatsächlich noch und die anderen Rennen des MSR auch stattfinden“, sagt Siebert.

Insgesamt sind es acht Rennen, bei denen die Fahrer um Meisterpunkte kämpfen. Nachdem bereits das Rennen in „Schwarze Pfütze“ bei Bad Kissingen abgesagt worden war, folgten nach Laisa auch Meckbach, Beuern und Geisleden. Alle Veranstalter streben aber Nachholtermine an. Zwischenzeitlich gibt es für alle Motorsportinteressierten virtuelle Läufe auf der Homepage, sogar mit einem Ansager. Das letzte Rennen vor den Bildschirmen auf der Homepage des MSR (blog.msr-motox.de)war am 18. April. Es wurde sehr gut angenommen.

Finanziell wäre eine Absage ein schwerer Schlag für den MSC. „Schließlich müssen wir das ganze Jahr über für die Unterhaltung der Strecke sorgen“, erläutert Siebert. So musste beispielsweise der Schlepper, mit dem die 1600 Meter lange Naturbahn abgezogen wird, repariert werden. Siebert: „Die Unterhaltung der Strecke ist mit sehr viel Arbeit verbunden.“

Gerade wegen ihrer natürlichen Lage und den damit verbundenen Schwierigkeitsgraden, zum Beispiel wegen steiler Kurven und den weiten und hohen Sprüngen, wird die Strecke bei den Fahrern sehr geschätzt. Rund 350 Teilnehmer nehmen Jahr für Jahr teil. Rund 1000 Zuschauer schauen an den beiden Renntagen zu.

Die Strecke ist aber weiterhin an jedem Samstag und Sonntag zu Trainingszwecken offen.

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